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FH-Professorin Andrea Upmann erhält den Landeslehrpreis
MKW | Ralph Sondermann
Gute Lehre braucht gute Lehrer:innen – und das wird ausgezeichnet: Für ihre Leistungen erhält Prof. Dr. Andrea Upmann den Landeslehrpreis in der Kategorie “Lehre junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler”. Sie nahm die Auszeichnung gestern in Düsseldorf aus den Händen der Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Ina Brandes, entgegen. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert, die in Lehrprojekte fließen sollen.
Lehrinnovationen würdigen und fördern
Das Land Nordrhein-Westfalen vergibt die Auszeichnung zum vierten Mal. Damit sollen herausragende und innovative Leistungen in der Hochschullehre, die sich im Hinblick auf die gegenwärtigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Transformationsprozesse ganz neuen Herausforderungen stellt, gewürdigt und öffentlich sichtbar gemacht werden. Auch die Bedeutung guter Lehre für ein erfolgreiches Studium soll unterstrichen werden. Gleichzeitig kann der Preis dazu beitragen, Lehrinnovationen zu fördern und zu verbreiten sowie Vorbilder für den wissenschaftlichen Nachwuchs bekannt zu machen.
Engagierte und interdisziplinäre Lehre
Andrea Upmann ist Ingenieurin für Maschinenbau und Professorin am Fachbereich Aerospace und Automotive Engineering. Für ihre engagierte, interdisziplinäre und studierendenorientierte Lehre wurde sie bereits mehrfach mit Lehrprämien der FH Aachen ausgezeichnet. Ihre Lehrveranstaltungen verbinden Praxisnähe, Kooperation und Vielfalt. Sie legt großen Wert darauf, Studierende unterschiedlicher Hintergründe miteinander ins Gespräch zu bringen sowie Exkursionen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Die 42-Jährige engagiert sich als Gleichstellungsbeauftragte ihres Fachbereichs weit über die Lehre hinaus. Mit der Veranstaltungsreihe IngenieurINNENwelten macht sie Erfolge und Möglichkeiten von Frauen in der traditionell männlich geprägten Ingenieurwissenschaften sichtbar. Zudem beforscht sie in einem interdisziplinären Team Studienerfolg und Einflussfaktoren, um Maßnahmen zur Verbesserung der Studienerfolgschancen abzuleiten und umzusetzen.
Bildung als Herzensangelegenheit
Für die Preisträgerin ist Bildung eine Herzensangelegenheit: “Ich bin überzeugt, dass Bildung nicht nur Wissen vermittelt, sondern Leben verändert: Sie schafft Perspektiven, stärkt das Selbstvertrauen und öffnet Türen.” In ihrer Lehre wolle sie das ermöglichen – mit praxisnahen Projekten, ehrlichem Feedback und einer Atmosphäre, in der jede Stimme zählt. “Auf dieser Basis wachsen fachliche Exzellenz, Mut zu Fragen und Wissen zu teilen sowie die Freude am gemeinsamen Entwickeln von Lösungen.” Gerade in den Ingenieurwissenschaften sei es essenziell, dass die Studierenden neben den fachlichen Kompetenzen auch methodische, soziale und Selbstkompetenzen erlernen, betont sie.
"Beruf als Berufung leben"
Ministerin Ina Brandes betonte: “Die Hochschullandschaft in Nordrhein-Westfalen gehört zur internationalen Spitze. Das verdanken wir in besonderem Maße den Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern, die ihren Beruf als Berufung leben. Mit großem Engagement und didaktischer Exzellenz führen sie junge Menschen zu einem erfolgreichen Studienabschluss.” Dabei leisteten sie einen unschätzbaren Beitrag zur Persönlichkeitsbildung und zur Qualifizierung der Fachkräfte, die der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort NRW brauche. Sie dankte allen Preisträgerinnen und Preisträgern für ihren leidenschaftlichen Einsatz.
MKW | Ralph Sondermann