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IT-Service-Management – (un)brauchbar?

Veranstaltung an der FH Aachen

Das Thema „IT Service Management“ spaltet zunehmend die Unternehmen in Deutschland. Während große Unternehmen verstärkt am Ausbau ihrer IT-Prozesse und Systemstrukturen feilen, verlieren kleinere bis mittlere Unternehmen oftmals den Anschluss zum IT-Management. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Zum einen ist die Einführung von IT-Service-Management Prozessen mit relativ hohem Aufwand verbunden, zum anderen fehlt es häufig an fachlichem Knowhow infolge einer mangelhaften Ausbildung in Sachen IT-Service-Management.

Prof. Dr. Martin R. Wolf von der FH Aachen möchte dies ändern: Als Professor unterrichtet er seit zwei Jahren Studierende, sein Spezialgebiet ist das IT-Service Management am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik. Nun referierte er im Rahmen des Regina e.V. Management-Treffens zum Thema „ IT-Service-Management in der Region Aachen – Status und Aussichten für die Zukunft“.  

Prof. Wolf griff die Frage auf, warum die Einführung von IT-Prozessen insbesondere bei kleineren Unternehmen so schwierig ist. Er diskutierte diese Frage auf der Basis der neusten theoretischen Erkenntnisse über das Management von IT-Prozessen und veranschaulichte sie anhand von Fallbeispielen. Darauf aufbauend wurden Vorschläge präsentiert, wie insbesondere in der Region Aachen Probleme bezüglich IT-Service-Management-Prozessen gelöst werden können.

Darüber hinaus stellte Prof. Wolf die Ergebnisse einer regionalen Studie des Instituts für IT Organisation und Management vor. Der Fokus der Untersuchung lag zum einen auf der Verbreitung von IT-Management-Prozessen, zum anderen auf dem zeitlichen Aufwand bei ihrer Ausführung.

Dr. Anita Behle, Mitglied der Geschäftsführung der Generali Deutschland Informatik Services GmbH (GDIS) gewährte Einblicke in das IT-Service-Management bei der GDIS. Das Unternehmen ist der Full-Service IT-Dienstleister der Generali Deutschland Gruppe, dem zweitgrößten Erstversicherungskonzern auf dem deutschen Markt.

Dr. Behle sprach über den Aufbau und die Strukturierung der IT Service Management-Prozesse der GDIS und ging dabei unter anderem auf Fragen ein: „Wie ist „die IT“ in einem internationalen und föderal organisierten Unternehmen organisiert?“, „ Wie werden in diesem Kontext IT-Services geplant, vereinbart, erbracht und überwacht?“, „Was sind aus Sicht der GDIS die Erfolgsfaktoren für gutes IT-Service-Management?“ „Was sollte auf jeden Fall vermieden werden?“, „Was würde die GDIS anderen Unternehmen empfehlen, um in ähnlicher Weise IT Services managen zu können?“ oder „Was sind die Erfolgsfaktoren auf dem Weg dorthin?“

Insgesamt nahmen etwa 70 Gäste am IT-Service-Management-Treffen im neuen Hörsaalgebäude der Eupener Straße teil.