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Neue Entwürfe für den Burtscheider Badebrunnen

Architekturstudierende präsentieren ihre Arbeiten. Umsetzung könnte 2026 starten.

Ein breites bürgerschaftliches Bündnis will jetzt den nächsten Schritt machen, um Thermalbaden im Burtscheider Kurgarten dauerhaft für die Öffentlichkeit zu ermöglichen. Nachdem die Installation eines Pop-up-Badebrunnens ("Wärm Komp") im vergangenen Jahr auf große Resonanz stieß, werden nun Perspektiven aufgezeigt, wie eine Dauerlösung aussehen kann. Im Burtscheider Kurpark wurden die Entwürfe der FH-Architekturstudierenden präsentiert.
 

Seminar Design Build 3.0

Sieben studentische Zweierteams haben sich beteiligt; zwei fertigten Entwürfe für eine Zwischenlösung für das Jahr 2026 an, fünf haben sich Gedanken über eine dauerhafte Umsetzung gemacht. Sie haben Visualisierungen erstellt, Modelle gebaut und ihre Ergebnisse auf Plakaten festgehalten. Betreut wurden sie von Prof. Dr. Anke Fissabre, Steffen Eul und Cathrin Simon im Rahmen des Seminars Design Build 3.0.

Beste Arbeiten ausgezeichnet

Bei der Präsentation im Kurpark wurden die besten Arbeiten ausgezeichnet. Den ersten Preis für einen Pop-Up-Thermalbadebrunnen erhielten Paul Junker und Jasmin Kassel, den zweiten Preis für eine dauerhafte Lösung Antonia Cervenka und Eva Rank sowie den ersten Preis für eine Verstetigung Mara Brandt und Silvan Coir.

Badebrunnen im Kurgarten

Die Träger des Projekts – unter anderem die Stadtteilkonferenz Burtscheid und die Bürgerstiftung Lebensraum Aachen – haben für die besten Entwürfe Preisgelder in Höhe von 200 Euro ausgelobt. Der neue Badebrunnen könnte im nordöstlichen Bereich des Burtscheider Kurgartens entstehen. Dort befindet sich ein barocker Gartenpavillon, der von Johann Josef Couven erbaut wurde und der eine wechselvolle Geschichte aufweist.

Wissenschaftliche Untersuchung

Bei der Nutzung des Pop-up-Badebrunnens im Jahr 2024 hatte sich auch gezeigt, dass der große Andrang dazu führt, dass es Herausforderungen im Bereich des Gesundheitsschutzes gibt – gerade dann, wenn das Angebot öffentlich ist. Unter der Leitung von Prof. Dr. Nils Tippkötter erforscht Dr. Simone Krafft derzeit, wie ein solches Badebecken ausgelegt sein muss, damit es nicht zu mikrobiellen Kontaminationen kommt. Dabei geht es erst einmal um Wachstumsraten der Keime sowie Methoden zur Oberflächendesinfektion verschiedener Materialproben. Geometrie und Durchströmung werden im weiteren Verlauf untersucht. Um eine nachhaltige Reduktion der Belastung zu erzielen, könnten unter anderem UV-Licht und Wasserstoffperoxid genutzt werden. Das Forschungsprojekt von Simone Krafft wird mit Mitteln des Nachhaltigkeitsfonds der FH Aachen gefördert.

Präsentation im September

Nach der Premiere werden die Ergebnisse des aktuellen Architekturseminars auch beim Burtscheider Lichterfest am 13. September und beim Tag des offenen Denkmals einen Tag später präsentiert.

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