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Umgang mit KI – neugierig, mutig, verantwortungsvoll

Mehr als 400 FH-Angehörige diskutieren zwei Tage lang über Chancen und Risiken der künstlichen Intelligenz

“Das ist keine Reise mit einem festen Ziel, sondern ein Aufbruch”, sagte Prof. Dr. Christof Schelthoff, Prorektor für Strategische Planung und IT der FH Aachen, zur Eröffnung des ersten KI-Summits der Hochschule. Und das Gipfeltreffen zeigte, dass es eine Aufbruchstimmung gibt: Mehr als 400 Lehrende, Forschende und Mitarbeitende waren an den Campus Eupener Straße gekommen, um zwei Tage lang bei dieser hochschulinternen Veranstaltung über Chancen und Risiken der künstlichen Intelligenz zu diskutieren.

KI sinnvoll nutzen

“Wir wollen gemeinsam die Zukunft in die Hand nehmen”, betonte Rektor Prof. Dr. Thomas Ritz; es gelte, zugleich neugierig, mutig und verantwortungsvoll zu agieren. Dabei gehe es nicht nur um technische Aspekte: “Im Mittelpunkt steht vor allem die Frage, wie KI sinnvoll genutzt werden kann, um den Menschen zu unterstützen.” Ziel der Hochschule sei es, Mitarbeitende und Studierende zu befähigen, KI verantwortungsvoll einzusetzen – in der Bildung, im Beruf und zum Wohl der Gesellschaft.

Das Programm

Das Organisationsteam um Prof. Dr. Sarah Maihaus und Prof. Dr. Miriam Barnat hatte ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt – von Vorträgen über Diskussionsrunden bis hin zu Werkstätten. Dabei ging es zum einen um technische und technologische Fragen, also etwa welche Werkzeuge aktuell zur Verfügung stehen und wie sie eingesetzt werden können; zum anderen standen aber ethische und rechtliche Aspekte – etwa im Bereich Datenschutz und Persönlichkeitsrechte – auf der Tagesordnung. Thomas Ritz betont: “Ein wichtiger Teil des Summits ist der offene Austausch unter uns Kolleginnen und Kollegen darüber, wo KI sinnvoll eingesetzt werden kann – und wo vielleicht nicht. Dieser interne Diskurs zeigt die Vielfalt an Ideen und Ansätzen innerhalb unserer Hochschule.”

Strategische Einordnung

“Wir haben es mit einer der ganz großen technologischen Entwicklungen unserer Zeit zu tun”, meinte Christof Schelthoff, “wir gehen zusammen ins KI-Zeitalter.” Besonders stolz sei die Hochschulleitung darauf, dass die FH Aachen als eine der ersten Hochschulen im Land NRW das Landesprojekt KI:connect flächendeckend eingeführt habe. Dies ermögliche allen Mitarbeitenden Zugang zu zentralen KI-Ressourcen. Zudem sei das hochschuleigene Lernmanagementsystem (Ilias) mit KI-Funktionen ausgestattet worden. Diese Neuerungen böten neue Chancen für Lehre und Lernen – direkt an der Hochschule. Der KI-Summit ist somit auch der Startschuss für eine große interne Fortbildungsinitiative.

Neuer FH-Chatbot

Beim KI-Summit wurde auch der neue FH-Chatbot vorgestellt, der als erster zentraler KI-Dienst in der Hochschule eingeführt wird. Der FH-Chatbot bietet den Beschäftigten eine unkomplizierte Möglichkeit, einen datenschutzkonformen Chatbot zur Unterstützung der täglichen Arbeit einzusetzen. Typische Anwendungsbeispiele sind Textentwürfe, Zusammenfassungen, Ideenfindung und Brainstorming. Der Chatbot basiert unter anderem auf der neuesten Version von ChatGPT 5. Damit setzt die FH Aachen einen wichtigen Schritt in Richtung praktischer, sicherer KI-Anwendungen im Hochschulalltag.