Alen Muljajic
"Es gibt viele Wege zum Glück. Einer davon ist aufhören zu jammern."
Vom Hörsaal ins Handwerk: Alen Muljajic ist heute Geschäftsführer der traditionsreichen Aachener Handwerksbäckerei Moss und verbindet in seiner Rolle betriebswirtschaftliches Know-how mit seiner Leidenschaft fürs Handwerk. Geboren in Osijek (Kroatien), lebt er heute mit seiner Frau in Aachen-Brand. In seiner Freizeit liest er gern über Astronomie oder steht selbst am Herd. Was ihn antreibt? Der Duft von frischgebackenem Brot und die Freude daran, gemeinsam im Team etwas zu bewegen.
Herr Muljajic, Sie leben heute in Aachen und sind Geschäftsführer einer großen Handwerksbäckerei. Wie hat Ihr Weg dorthin begonnen?
Ich wurde in Osijek in Kroatien geboren und lebte dort bis zum 7. Lebensjahr. Anschließend kam ich mit meinen Eltern nach Deutschland. Vor dem Bachelor-Studiengang habe ich eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann absolviert. An der FH Aachen habe ich zunächst von 2008 bis 2013 im Bachelor-Studiengang BWL Business Studies mit den Schwerpunkten Operations, Controlling, Leadership und Wirtschaftsrecht studiert und anschließend von 2015 bis 2020 im Master-Studiengang Industrial-Engineering. Nach dem Bachelor-Studiengang habe ich die Meisterschule für Bäckerhandwerk absolviert und wurde Bäckermeister. Während des Studiums habe ich bereits bei der Bäckerei Moss als Produktionshelfer gearbeitet. Dort habe ich erstmals erfahren, wie befriedigend die Arbeit mit den eigenen Händen sein kann.
Wie ging es für Sie nach dem Studium weiter und wo stehen Sie heute?
Nach dem Studienabschluss habe ich die Leitung des Qualitätsmanagements bei der Bäckerei Moss übernommen. Anschließend wurde ich Betriebsleiter. Heute bin ich dort Geschäftsführer. Derzeit arbeiten wir daran, die Digitalisierung auszuweiten und die Weichen für die Zukunft zu stellen.
Inwiefern helfen Ihnen die Inhalte, die Sie im Studium mitgenommen haben, heute im Beruf?
Die erlernten Studieninhalte ermöglichen es mir, komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und entsprechende Erkenntnisse daraus abzuleiten. Neben der vermittelten Fachkompetenz profitiere ich besonders von der erlernten Denk- und Herangehensweise, mit der ich Herausforderungen im beruflichen Alltag begegne.
Was motiviert Sie, was mögen Sie besonders und was sind eventuell Herausforderungen in Ihrem beruflichen Alltag?
Mich motiviert der Duft von frischgebackenem Brot. Besonders mag ich die Abwechslung, weil kein Tag ist wie der andere. Eine Herausforderung ist, dass das Bäckerhandwerk, wie viele andere Branchen auch, sehr stark vom Fachkräftemangel betroffen ist.
Pflegen Sie noch Kontakte zu ehemaligen Kommiliton:innen oder sind Sie Teil des Alumninetzwerkes?
Ja, es gibt durchaus Kontakt, z.B. über Linkedin oder XING. Seit kurzem bin ich auch Mitglied des Alumninetzwerks.
Was ist Ihnen persönlich im Leben wichtig?
Mir ist es wichtig, dass es den Menschen, die mir nahestehen, gut geht.
Wie verbringen Sie Ihre Freizeit – finden Sie Ausgleich zum Berufsalltag?
Ich koche gerne und lese gerne Bücher über Astronomie.
Was bringt Sie zum Lachen und was macht Sie wütend?
Meine Frau bringt mich zum Lachen. Wütend machen mich Polemik und Drückebergertum.
Datum: Juli 2025