Sükrü Mert Kuyumcu

Mit einem Koffer voller Klamotten in die Welt: Vom FH-Studium zur internationalen Karriere

Vor fünf Jahren begann für Sükrü Mert Kuyumcu an der FH Aachen nicht nur ein Studium, sondern ein weltoffenes Abenteuer, das noch lange nicht vorbei ist. Die Welt ist größer als ein Hörsaal, und die Karriere kann von Anfang an international gedacht werden. Eineinhalb Jahre nach dem ersten Interview (https://www.fh-aachen.de/newsroom/artikel/aus-aachen-in-die-welt), schauen wir erneut, wo es unseren Absolventen im Bauingenieurwesen Mert hintreibt.

Auch während des erst kürzlich erfolgreich absolvierten Masterstudiums zeigte sich der Anspruch, Theorie und Praxis konsequent miteinander zu verbinden. In enger Abstimmung mit einem Arbeitgeber, der diesen Weg aktiv unterstützte, war Mert parallel zum Studium in Vollzeit als Bauüberwacher im Tiefbau in seiner Heimatstadt Köln tätig. Eine intensive Zeit, geprägt von Verantwortung, Disziplin und dem Willen, früh echte Projekte zu gestalten.

Die anschließenden Bewerbungen in die ganze Welt vereinten ein Ziel: international arbeiten, dort leben, wo die Sonne scheint, und von einem höheren Gehaltsniveau als im Heimatland profitieren.

Schon während des Bachelor-Studiums führten weitreichende Stationen nach Australien, in die Türkei und nach Schweden. Besonders die Zeit in Schweden hinterließ Spuren: Die Praxiserfahrungen aus der Bachelorarbeit dort wurden nun zum Türöffner für den anstehenden Karriereschritt. Derzeit wird es immer schwieriger, als Berufseinsteiger Fuß zu fassen; vielfach wird Berufserfahrung vorausgesetzt.

Mit nur einem „Klamottenkoffer“ geht es nun für die erste Anstellung nach dem Studium in die Schweiz – mit der Frage im Gepäck, ob es nur eine internationale Zwischenstation oder vielleicht doch ein längerer Lebensabschnitt wird.

Vor dem gemeinsamen Umzug mit der Partnerin in die neue Wahlheimat steht zunächst die Hochzeit an.

In der neuen Position als Bauleiter im Spezialtiefbau wird Mert die Koordination von Personal und Material auf der Baustelle sowie die Sicherstellung komplexer geotechnischer Maßnahmen verantworten. Dazu gehört unter anderem, Böden so zu stabilisieren, dass sie nicht nachgeben oder einstürzen – beispielsweise durch innovative Verfahren wie Bodenvereisung.

Abseits der Baustellen soll die Freizeit geprägt werden von Wandern, Wintersport und der Leidenschaft für Automechanik. Dank seiner Offenheit für Neues und seiner Begeisterungsfähigkeit wird Mert das Skifahren als neue Disziplin sicher schnell erlernen.

Die nächste Frage bleibt jedoch noch offen: Schwyzerdütsch lernen und bleiben? Oder irgendwann wieder den „Klamottenkoffer“ packen und weiter raus in die Welt?

 Datum: Mai 2026