Klimaschutzkonzept Gemeinde Gangelt

Forschungszeitraum  |  1. Oktober 2011 bis 30. September 2012

Auftraggeber  |  Gemeinde Gangelt

Förderung  |  Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit  |  Förderkennzeichen: 03KS2043

Projektverwaltung  |  Projektträger Jülich (PTJ)

Bearbeitung  |  Alexander Loup, Pascal Noël


Projektbeschreibung  |   In Zeiten von weltweit schwindenden Ressourcen bei zeitgleich zunehmender Nachfrage nach Rohstoffen ist ein generelles Umdenken nötig, um auch in Zukunft den Lebensstandard zu erhalten, den wir heutzutage genießen. Dabei muss der Gedankenwandel weg von fossilen Energieträgern und hin zu erneuerbaren Energien von möglichst vielen Akteuren verfolgt werden, um größtmöglichen Erfolg zu sichern. Die Gemeinde Gangelt trägt schon seit Jahren ihren Teil zu diesem Erfolg bei und führt den eingeschlagenen Kurs konsequent weiter.

Ein weiterer Schritt auf diesem Weg war die Beauftragung des Instituts NOWUM-Energy zur Erstellung eines kommunalen Klimaschutzkonzeptes. Die Aufgabe eines Klimaschutzkonzeptes besteht darin, Energieverbrauch und Emissionen innerhalb eines definierten Bilanzraumes zu erfassen und anschließend entsprechende Instrumente zu deren Reduzierung aufzuführen.

Im ersten Schritt wurden alle relevanten CO2-Emittenten in der Gemeinde Gangelt benannt, um eine geeignete Ausgangssituation für die Erarbeitung von konkreten Energie- und Treibhausgas-einsparungen schaffen zu können.

Dabei erfolgte eine differenzierte Betrachtung nach einzelnen Ortsteilen und deren Sektoren. Jeder relevante Energieverbraucher im Bereich private Haushalte, Wirtschaft, öffentliche Einrichtungen und Verkehr wurde dabei erfasst. Die gewonnen Daten wurden so eingegeben und abgebildet, dass sie leicht aktualisierbar und vergleichbar sind. Dadurch wurde die Basis für eine, auch nach Beendigung des Projektes, erfolgreiche Weiterführung der Energie- und Treibhausgasbilanz geschaffen.

In einem zweiten Schritt wurden die bisher getätigten Klimaschutzaktivitäten aufgeführt und bewertet. Zusammen mit weiterführenden, im Rahmen dieses Projektes zu entwickelnden Energie-und Emissionsminderungsmaßnahmen wurde ein Referenzszenario entwickelt, das den zukünftigen Energiebedarf der Gemeinde und deren Ortsteile darstellt. Dieses setzte die Nutzung aller erarbeiteten Klimaschutzpotenziale voraus und beschrieb somit die ideale Entwicklung der Gemeinde im Hinblick auf Energieeffizienz und Energieverbrauch.

Des Weiteren wurden sektorspezifische Szenarien entwickelt, die wirtschaftlich und technisch umsetzbar sind. Ein Vergleich der verschiedenen Entwürfe, gerade im Hinblick auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis, stellt diejenigen heraus, welche am erfolgversprechendsten sind.

Abschließend wurde ein konkreter Maßnahmenkatalog erstellt, der unter Beteiligung aller involvierter Personen und Institutionen umgesetzt werden soll. Anhand dieses Kataloges geschieht eine Abschätzung, welche Ziele die Gemeinde im Bereich Umwelt- und Klimaschutz erreichen kann.

Neben den Auswirkungen der oben genannten Maßnahmen auf Klima und Umwelt wurden zusätzlich positive Impulse auf die regionale Wertschöpfung, den Arbeitsmarkt und das Gemeinde-Image ausgeübt. Die erfolgreiche Umsetzung eines detaillierten Klimaschutzkonzeptes bietet somit weitreichende Vorteile in etlichen Bereichen und kann die Gemeinde ihrem selbstgesteckten Ziel, der Energieautarkie bis 2020, ein Stück näher bringen.

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