Vertreten waren Unternehmen und Institutionen aus Verpackung, Lebensmittelindustrie, Bauchemie, Energietechnik und Wirtschaftsförderung, ergänzt durch Akteure aus Nordrhein-Westfalen und dem benachbarten Ausland sowie wissenschaftliche Partner. Die Initiative regionaler Netzwerke wie AGIT sowie der Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen interstreicht die Umsetzungsorientierung des Formats.
Die BVT hat den Workshop genutzt, um ihre Rolle als anwendungsnaher Kooperationspartner sichtbar zu machen: von der Charakterisierung von Reststoffen über Stoffstrom- und Wirtschaftlichkeitsanalysen bis hin zu pilotnahen Entwicklungs- und Demonstrationsansätzen. Ziel ist nicht maximale Komplexität, sondern Realiiserungsfähigkeit für Unternehmen.
Inhaltlich wurden entlang konkreter Stoffströme mehrere praxisnahe Entwicklungsansätze diskutiert, unter anderem:
Verpackungen & Materialien: Funktionale Barrieren für papier- und kartonbasierte Verpackungen (Wasser-/Fettbarrieren, Beschichtungen, Additive), recyclingfähige Verbundlösungen sowie realistische Alternativen zu klassischen Kunststoffsystemen unter PPWR-Rahmenbedingungen und Vermeidung von Mikroplastikanreicherungen in der Umwelt.
Recycling & Logistik: Trennung und Rückführung von Materialströmen, Herausforderungen durch Transportverpackungen (z. B. Folieneinsatz), regionale Recyclingstrukturen und deren wirtschaftliche Grenzen.
Selektive stoffliche Nutzung von Reststoffen: Nutzung einzelner Fraktionen wie Fette, Öle oder definierte Faserströme als Additive, Füllstoffe oder Ausgangsstoffe.
Bodenbezogene Anwendungen: Ansätze zur Bodenaktivierung und Rekultivierung, z. B. Kombinationen aus organischen Reststoffen, funktionalen Zuschlägen und mikrobiell wirksamen Komponenten.
Energetische Optionen: Wasserstoff und Biogas als robuste Lösungen für schwer stofflich nutzbare Fraktionen – nicht als Ersatz, sondern als Teil eines Gesamtsystems.
Der Workshop hat deutlich gemacht: Es gibt in der Region und darüber hinaus konkrete Ansatzpunkte, belastbare industrielle Fragestellungen und Kooperationsbereitschaft – wenn Entwicklungen realistisch, wirtschaftlich und schrittweise gedacht werden.
Wir freuen uns über den Austausch mit weiteren Unternehmen, Wirtschaftsförderungen und Partnern, die Bioprozess und Kreislaufkonzepte pragmatisch und umsetzungsnah weiterdenken möchten.