E-Learning Workshop

Wie kann man Studierenden Vorlesungsinhalte digital so aufbereiten,
dass die Studierenden sie zu Hause nutzen können und sie ihnen auch
tatsächlich nutzen? Wie gestaltet man digitale Tests und Quizze, die
wirkungsvoll den Wissensstand der Studierenden erfassen? Und wie
funktioniert elektronisches Lernen im Labor, etwa bei Praktika? Mit
diesen und vielen weiteren Fragen befassten sich Ende März rund 40
Lehrende und wissenschaftliche Mitarbeiter der FH Aachen einen Tag
lang. Prof. Dr. Martin Pieper vom Fachbereich hatte zu dem Workshop an
den Campus eingeladen.
Nach der Begrüßung durch den Dekan des Fachbereichs Energietechnik,
Prof. Dr. Josef Hodapp, erwarteten die Teilnehmenden drei hochkarätige
Referenten mit spannenden Themen: Prof. Jörn Loviscach, Professor für
Ingenieurmathematik und technische Informatik an der Fachhochschule
Bielefeld, betreibt bereits seit Jahren einen eigenen deutschlandweit
bekannten Mathematik-Channel auf Youtube und veröffentlichte Artikel
in der ZEIT. Er hielt den Vortrag „Inverted Classroom: Arbeiten und
Verstehen statt Stoff zu bewältigen“, in der er verriet, wie z.B. Lehrvideos
gestaltet sein sollten, damit sie den Zuschauer erreichen.
Dr. Xenia Jeremias vom Fachbereich Wirtschaft, Informatik und Recht
der Technische Hochschule Wildau befasst sich Im Rahmen des Projektes
„SOS – Strukturierung und Optimierung des Selbststudiums“ mit Test zur
Unterstützung des Selbststudiums, aber auch mit der Reduzierung des
Korrekturaufwandes z.B. bei semesterbegleitenden Prüfungen und hielt
einen Vortrag zum Thema: „E-Assessments – Möglichkeiten und Grenzen“.
Prof. Wolfgang Küchlin von der Mathematisch Naturwissenschaftlichen
Fakultät der Universität Tübingen beschäftigte sich schon seit über zehn
Jahren mit dem Thema „virtuelle Labore“ und ist ein Experte auf dem
Gebiet „Multimediamodule für Mathematik“. Er hielt einen Vortrag zum
Thema „e-Learning im Maschinen-Labor“.
Nach den Vorträgen teilten sich das Plenum in Kleingruppen auf, und die
Teilnehmer, ein Mix aus bereits erfahrenen und engagierten Dozenten im
Bereich E-Learning und interessierten Neueinsteigern, arbeiteten intensiv
an ausgewählten Fragestellungen weiter, die abschließend präsentiert
wurden. Prof. Pieper zeigt sich sehr zufrieden mit dem Verlauf des Workshops:
„Das Feedback der Kollegen war sehr positiv. Wir haben unser Ziel
erreicht, einerseits die vielfältigen Möglichkeiten im Bereich E-Learning
aufzuzeigen und andererseits auch den Aufwand bei der Vorbereitung
von E-Learning-Angeboten deutlich zu machen. Ich denke, dies wird nicht
der letzte Workshop zum Thema E-Learning sein, den wir organisieren.
Dazu ist das Thema in Zukunft auch viel zu wichtig“, sagt er. l SE