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Alumnitreffen: Akustikforschung, Informatik und Co.
FH Aachen | Melissa Dennebaum
„Steckt mal eure Finger in die Ohren und sagt: ‚FH Aachen‘!“, fordert Simon Kersten das Publikum auf. „FH Aachen“, raunt es durch den Vorlesungssaal, mit Fingern in den Ohren hört es sich ganz dumpf an. Simon Kersten ist einer der etwa 50 Alumni, die zum Homecoming des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik der FH Aachen gekommen sind. Einen Nachmittag lang tauschten sich die Absolvent:innen im Hörsaalgebäude an der Eupener Straße aus und vernetzten sich. Organisiert hatte das Homecoming das Team Alumnimanagement der FH Aachen. Dabei ging es nicht nur um rein wissenschaftliche Inhalte, sondern auch um Job-Perspektiven in der Branche. Ein Beispiel ist Simon Kerstens Werdegang: Er forscht heute zu Akustik, an der FH hatte er seinen Bachelor in Elektrotechnik gemacht. „Wenn man die Grundausbildung an der FH gemacht hat, kann man danach machen, was man will“, findet er.
Die beruflichen Wege sind ganz verschieden
Akustikforschung, Umgebungserfassung oder Datenbanken– die Bereiche, in denen Absolvent:innen des Fachbereichs heute arbeiten und forschen, sind vielfältig. Das gilt auch für die beruflichen Laufbahnen: Dirk Eschenbrücher zum Beispiel war schon früh vom Mobilfunk fasziniert. „Handys kamen raus, ich wollte wissen, was dahintersteckt.“ Deshalb studierte er Elektrotechnik. Im Jahr 2000 schloss er sein Studium ab und arbeitet seit 26 Jahren bei einem Mobilfunk-Unternehmen.
Ganz anders als Dirk Krautschick, der die Keynote gab. 2008 machte er seinen Abschluss als Diplom-Informatiker und arbeitete danach bei vielen verschiedenen Unternehmen und in unterschiedlichen Bereichen: technischer Support, Datenbanken, Consulting und zuletzt im Vertrieb. Sein Tipp an jüngere Alumni: Probiert euch aus! Denn nur so finde man Talente, von denen man vorher noch nichts wusste. Sehr wichtig seien Soft Skills: „Es hilft nicht, einfach nur die Technik zu verstehen.“
FH Aachen | Arnd Gottschalk
FH Aachen | Arnd Gottschalk
Neue Wege gehen
Dass ein Studium an der FH Aachen über das Fachliche hinausgeht, davon ist Prof. Dr. Christof Schelthoff, Prorektor für strategische Planung und IT, überzeugt: An der FH machen Studierende nicht nur ihren Abschluss, sondern entwickeln sich auch persönlich weiter. Auch Prof. Dr. Salima Douven, Professorin am Fachbereich mit dem Lehrgebiet Digital Business und Marketing, ermutigte die jungen Absolvent:innen: „Es ist essentiell, Wege zu gehen, die noch nicht ausgetreten sind. Nur dann kann Innovation entstehen.“ Neben Prof. Schelthoff und Prof. Douven waren auch Prof. Dr. Michael Bragard, Dekan des Fachbereichs, und Prof. Dr. Thorsten Ringbeck beim Homecoming dabei. Prof. Ringbeck ist selbst Alumni der FH. Er hatte zehn Jahre in der Wirtschaft gearbeitet, heute lehrt er am Fachbereich im Gebiet Elektronik und Halbleiterschaltungstechnik.
Anwendbare Forschung
Die FH Aachen steht für praxisnahe Forschung. Das hat auch Jennifer Deppe während ihres Studiums erfahren. In ihrem Bachelor in Elektrotechnik entwickelte sie einen Fahrradtacho, der die Frequenz vom Nabendynamo misst und daraus die Geschwindigkeit ableitet. „Inzwischen fahre ich damit rum“, erzählt sie. Heute arbeitet sie beim Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik.
Zweites Homecoming an der FH
Die Veranstaltung war das zweite Homecoming an der FH Aachen. Das erste fand im vergangenen Jahr statt und richtete sich an ehemalige Stipendiat:innen. In Zukunft soll es auch an den anderen Fachbereichen Homecomings geben. „Alle, die sich mit der FH verbunden fühlen, gehören dazu und sind herzlich eingeladen“, sagte Meggy Swierzy de Mera, Referentin für Alumnimanagement und Fundraising und Moderatorin der Veranstaltung.
FH Aachen | Arnd Gottschalk
FH Aachen | Arnd Gottschalk