Teilt man den Umfang eines Kreises durch seinen Durchmesser, erhält man stets die gleiche Zahl, die mit dem griechischen Buchstaben π (pi) bezeichnet wird. Die ersten fünf Stellen von π sind 3,1415, doch es folgen noch unendlich viele weitere. 2009 erklärte das Repräsentantenhaus der USA den 14. März zum National Pi Day. Das Datum ist nicht zufällig gewählt worden. In den USA schreibt man bei einem Datum zuerst den Monat und dann die Tageszahl. Der 14. März wird dort also als 3/14 geschrieben, und dies sind die drei ersten Stellen der Zahl pi. In diesem Jahr kann man sogar einen Super-Pi-Tag feiern. Der 14. März 2015 gibt in amerikanischer Schreibweise 3/14/15 die ersten fünf Stellen von π wieder.
Was aber verbindet den Entenhausener Bürger Donald Duck, den Dekan des Fachbereichs Maschinenbau und Mechatronik der FH Aachen, Prof. Dr. Andreas Gebhardt, und die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Angela Merkel, mit der Kreiszahl pi?
Schon seit Jahrtausenden versuchen Mathematiker, pi so genau wie möglich zu berechnen. So glaubten die Autoren des Buchs der Könige im Alten Testament, π betrage genau 3, der große griechische Wissenschaftler Archimedes hingegen kannte um 250 v. Chr. drei Stellen von pi und Ludolph van Ceulen gelang es 1596, schon 35 Stellen zu bestimmen. Seit es Computer gibt, ist es zum mathematischen Hochleistungssport geworden, möglichst viele Stellen zu berechnen. Den Weltrekord halten zurzeit der Japaner Shigeru Kondo und der Amerikaner Alexander Yee, die 2013 die ersten 12 100 000 000 050 Stellen von pi bestimmten. Einen praktischen Nutzen hat die Kenntnis dieser vielen Stellen jedoch nicht. Würde man aus dem Durchmesser des Universums seinen Umfang mit einer Genauigkeit eines Elektronendurchmessers berechnen wollen, reichten dafür 42 Stellen aus.
Im Internet kann man unter www.angio.net/pi/bigpi.cgi ein Programm eine beliebige Ziffernfolge unter der Stellen von π suchen lassen. So taucht das Geburtsdatum 13.03.1920 von Donald Duck erstmals ab der 14676414-ten Nachkommastelle in pi auf. Das Geburtsdatum 15.02.1953 des Dekans Andreas Gebhardt erscheint erstmals ab der 126013208-ten Stelle in pi und das der Bundeskanzlerin Angela Merkel erstmals ab der 22431820-ten Nachkommastelle.
Eine Merkregel für die ersten vierundzwanzig Stellen hat ein unbekannter Dichter im 19. Jahrhundert in Verse geschmiedet, wobei die Ziffern durch die Buchstabenzahlen der Wörter ausgedrückt werden:
"Wie, o dies π
Macht ernstlich so vielen viele Müh’,
Lernt immerhin, Jünglinge, leichte Verselein,
Wie so zum Beispiel dies dürfte zu merken sein!"
Den offiziellen Weltrekord bei Auswendiglernen von pi hält seit fast einem Jahrzehnt der Chinese Chao Lu. Am 20. November 2005 sagte er aus dem Gedächtnis die ersten 83432 Stellen von π auf.