Beim Programmieren in der ROS Summer School

ROS Summer School 2025 in Aachen

Auf der Suche nach dem richtigen Weg

ROS Summer School: Studierende beschäftigen sich zwei Wochen lang mit mobiler Robotik

Auf den ersten Blick sehen sie aus wie Staubsaugerroboter. Die Geräte suchen ihren Weg autonom durch den Parcours; ihr Ziel ist, leere Getränkedosen im Raum zu identifizieren und nach getaner Arbeit sicher zur Ladestation zurückzufahren.

Im Raum orientieren

Zehn studentische Zweierteams schicken ihren Roboter beim Wettbewerb zum Abschluss der ROS Summer School der FH Aachen ins Rennen. Zuvor hatten sie sich zwei Wochen lang intensiv mit dem Thema mobile Robotik beschäftigt. “Wir nutzen Entwicklungsroboter vom Typ Create 3”, erläutert Prof. Dr. Stephan Kallweit, der die Summer School gemeinsam mit seinem Team organisiert. “Auf den Geräten haben wir zusätzlich Kameras und LiDARs angebracht.” LiDAR steht für Light Detection and Ranging (Lichterkennung und Entfernungsmessung). Mit diesen Zusatzbauteilen sind die Roboter in der Lage, sich im Raum zu orientieren und einem Pfad zu folgen.

Arbeit mit ROS

Wie das funktioniert und wie man etwa eine virtuelle Karte als Grundlage erstellt, lernten die 20 Studierenden bei der Sommerschule. Grundlage ist das sogenannte Robot Operating System (ROS), eine Sammlung von Programmiersprachen, Tools und Schnittstellen. Entscheidend ist, dass die Sensordaten ausgelesen und ausgewertet werden. An den Wänden des Parcours sind AprilTags befestigt, die von den Kameras erfasst werden. Schwieriger ist es bei den Getränkedosen. “Die Studierenden haben mehrere Hundert Fotos der Dose gemacht, um das System anzulernen”, erzählt Stephan Kallweit. Bei diesem Prozess griffen die Studierenden auf KI-Werkzeuge zurück.

Intensiv und praxisorientiert

Von großer Bedeutung ist der praxisorientierte Ansatz: “Alle Themen werden in Kleingruppen mit realer Hardware erprobt”, sagt der Organisator. Die Teilnehmenden hätten die Gelegenheit, ihr Wissen direkt anzuwenden und ihre Ergebnisse in einem Wettbewerb zu präsentieren. Er zieht eine positive Bilanz: “Wir hatten eine supermotivierte Gruppe. Am Ende haben alle die Wettbewerbsaufgabe gelöst und den Roboter zum Fahren gebracht.” Nur die Getränkedosen einsammeln und wegschmeißen können die kleinen Helfer noch nicht.

8.9.2025 | Erstellt von Arnd Gottschalk