"Einen typischen Alltag gab es nicht."

Malte berichtet uns von seinem Praktikum bei der ERGO Group AG, wo er im Kostencontrolling gearbeitet hat.

Malte Huelke, ehemaliger Student am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, hat während seines Studiums ein Semester genutzt, um praktische Erfahrungen im Rahmen eines Praxissemesters zu sammeln. Er hat ungefähr 5 Monate in Düsseldorf bei der ERGO Group AG im Kostencontrolling gearbeitet und erzählt in dem folgenden Interview unter anderem was ihn bewegt und wie es ihm gefallen hat.

Warum hast du dich damals für ein Praxissemester entschieden?
Aus meiner abgeschlossenen Berufsausbildung weiß ich, dass die Theorie nicht ganz der Praxis entspricht. Aus diesem Grund wollte ich herausfinden, ob mir die Thematik Controlling auch in der Praxis Spaß macht. Ein weiterer Aspekt war, dass bei Neueinstellungen Bewerber mit praktischer Kenntnis bevorzugt werden.

Wie lief der Bewerbungsprozess ab?
Ich habe mich ungefähr 9 Monate vor Praktikumsbeginn bei mehreren Unternehmen auf eine Stelle im Controlling beworben. Da ich einige Zusagen erhielt, konnte ich mich für ein Unternehmen entscheiden.

Was waren deine Aufgaben?
Zunächst lernte ich die vier Gruppen in der Abteilung grob kennen, um ein Verständnis für die operativen Prozesse zu erhalten. Anschließend war ich Projektverantwortlicher für ein gruppenübergreifendes Projekt. Dabei ging es um die Harmonisierung diverser Berichte.

Wie sah ein typischer Arbeitsalltag aus?
Einen typischen Alltag gab es nicht. In der Konzeptionsphase führte ich viele Interviews, in der technischen Umsetzungsphase erstellte ich die Berichte und in der „Vermittlungsphase“ hielt ich Präsentationen und führte eine Schulung durch. In allen Phasen gab ich meinen Arbeitskollegen, die mich im Projekt unterstützen, sowie meinem Gruppenleiter wöchentlich Rückmeldung über den Status des Projekts.

Konntest du das Wissen aus dem Studium anwenden?
Nein, ich konnte kein Wissen im Projekt anwenden. Durch mein BWL-Wissen konnte ich aber in der Kennenlernphase die Prozesse der Abteilung schneller verstehen.

Was war für dich die größte Herausforderung?
Für das Projekt war es wichtig die Prozesse, Berichte, Abkürzungen usw. der einzelnen Gruppen so schnell wie möglich kennenzulernen und zu verstehen. Dies war zu Beginn sehr herausfordernd.

Was war dein Highlight?
Neben der Vorstellung der Projektergebnisse in der Abteilungssitzung hielt ich eine Schulung zur Handhabung der erstellten Berichte.

Was hast du mitgenommen und gelernt?
Ich habe viel über die Projektarbeit in der Praxis, die Kommunikation der Ergebnisse bei Führungskräften sowie die Konzeption und Durchführung einer Schulung gelernt.

Wie ging es nach dem Praxissemester weiter für dich?
Nach dem Praxissemester habe ich direkt mit meiner Bachelorarbeit begonnen, die ich aber nicht bei der ERGO, sondern in einem anderen Unternehmen geschrieben habe.