DEA-HS StEB K

Untersuchung der Deammonifikation im Hauptstrom der Kläranlage Köln-Weiden

ProjektleitungProf. Dr.-Ing. M. Grömping, Institut NOWUM-Energy
FörderlinieLANUK – ZunA
Projektvolumenca. 290.000 €
ForschungsschwerpunktEnergie und nachhaltiges Bauen (Energieeffiziente Abwasserbehandlung)
ProjektpartnerStadtentwässerungsbetriebe Köln, TU Darmstadt, EAWAG (Assoziierter Partner)
ProjektlaufzeitJuni 2026 bis Juni 2028

Worum geht es hier?
Die Novellierung der europäischen Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verschärft die Anforderungen an die Stickstoffelimination in kommunalen Kläranlagen deutlich. Viele bestehende Anlagen werden die künftig geforderten Ablaufwerte mit den derzeit eingesetzten Verfahren nicht mehr zuverlässig einhalten können. Deshalb besteht ein hoher Bedarf an innovativen und energieeffizienten Verfahren zur Stickstoffelimination. Die Deammonifikation im Hauptstrom gilt als vielversprechender Ansatz, da sie den Energiebedarf senken und gleichzeitig eine hohe Reinigungsleistung ermöglichen kann. Im Projekt wird untersucht, ob dieses Verfahren im Hauptstrom unter realen Betriebsbedingungen stabil und wirtschaftlich eingesetzt werden kann. Hierfür wird eine halbtechnische Pilotanlage auf der Kläranlage Köln-Weiden betrieben und ausgewertet.

Was war Ihre Motivation, sich an dieser Ausschreibung zu beteiligen? Woher stammt die Idee?
Die Motivation liegt in der Weiterentwicklung der Deammonifikation als energieeffiziente Alternative zur konventionellen Stickstoffelimination. Das Projekt baut auf den langjährigen Forschungsarbeiten der FH Aachen zur Hauptstrom-Deammonifikation sowie den erfolgreichen Pilotversuchen der SBR-Containeranlage der Eawag auf. Ziel ist es, die gewonnenen Erkenntnisse zur Prozessstabilität und Betriebsführung unter praxisnahen Bedingungen zu überprüfen und den Schritt in den halbtechnischen Maßstab zu realisieren.

Welchen Nutzen bringt dieses Projekt für die Gesellschaft und/oder im Sinne der Nachhaltigkeit?
Eine nachhaltige Wasseraufbereitung ist für unsere Umwelt zwingend notwendig, um Gewässer zu schützen, Ressourcen zu schonen und den steigenden Anforderungen an die Abwasserreinigung gerecht zu werden. Die Deammonifikation ermöglicht eine energieeffizientere Abwasserreinigung, reduziert den Bedarf an Belüftungsenergie und verringert den Einsatz externer Ressourcen wie Kohlenstoff. Dadurch können Betriebskosten und Treibhausgasemissionen gesenkt werden. Die Ergebnisse schaffen die Grundlage für eine breitere Anwendung des Verfahrens und leisten einen Beitrag zum Gewässerschutz sowie zur nachhaltigen Entwicklung der Wasserwirtschaft.

Wer macht noch mit?
Das Projekt wird gemeinsam von der FH Aachen, den StEB Köln, der TU Darmstadt und der Eawag durchgeführt. Die StEB Köln stellen den Praxisstandort bereit, während die FH Aachen die wissenschaftliche Begleitung übernimmt. Die Eawag bringt ihre Erfahrungen zur Hauptstrom-Deammonifikation ein und die TU Darmstadt unterstützt mit mikrobiologischen Analysen.

Kontakt

Prof. Dr.-Ing. Markus Grömping

Institut NOWUM-Energy