ET DET
Detektorentwicklungen für das Einstein-Teleskop
WP 2, Subproject 3: PREPROCESSING FOR ANM AND PARAMETER EXTRACTION
Marco Kraan, NIKHEF
| Projektleitung | Prof. Dr.-Ing. Ingo Elsen, Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik, Big Data Lab |
| Förderlinie | 05A2026 - ET-DET (Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt) |
| Projektvolumen | 347.155,42€ (Volumen der FH Aachen) |
| Forschungsschwerpunkt | Digitalisierung (Entwicklung von Methoden zur KI-gestützten Echtzeitkompensation von Newtonschem Rauschen) |
| Projektpartner | RWTH Aachen, FH Aachen, RU Bochum, TU Dortmund, FZ Jülich, Uni Siegen |
| Projektlaufzeit | Juli 2026 bis Juni 2029 |
Worum geht es hier?
Das zukünftige Einstein-Teleskop wird es uns erlauben, Gravitationswellen, die z.B. bei der Verschmelzung von Schwarzen Löchern entstehen, zu erkennen. So können wir in eine Zeit des Universums zurückblicken in der es noch keine Photonen, also Licht, dass man mit herkömmlichen Teleskopen erkennen kann, gab. Damit das funktioniert, benötigt man hochgenaue Messapparate, die aber durch irdische Gravitationsereignisse (z.B. Mikroerdbeben), auch Newtonsches Rauschen genannt, gestört werden. Das Projekt hat zum Ziel, diese Störung mittels Maschinellem Lernen in Echtzeit aus den Signalen herauszurechnen und so eine Messgenauigkeit von deutlich weniger als dem tausendstel eine Protonendurchmessers zu erreichen.
Was war Ihre Motivation, sich an dieser Ausschreibung zu beteiligen? Woher stammt die Idee?
Gravitationswellenteleskope erlauben uns einen Blick in die Frühphase der Entwicklung unseres Universums und erweitern unser Verständnis unserer Welt. Das Einstein-Teleskop wird zu den weltweiten Spitzenforschungseinrichtungen gehören und neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen auch Zukunftstechnologien, wie z.B. Künstliche Intelligenz, weiterentwickeln.
Welchen Nutzen bringt dieses Projekt für die Gesellschaft und/oder im Sinne der Nachhaltigkeit?
Neben den Erkenntnissen, die aus den astronomischen Beobachtungen entstehen, werden die für das Einstein-Teleskop entwickelten Technologien, ähnlich wie das am CERN entstandene World Wide Web, den Weg in unser tägliches Leben finden und z.B. neue Möglichkeiten für hochgenaue Meß- und Fertigungverfahren in der Industrie eröffnen.
Wer macht noch mit?
Neben der FH Aachen sind noch die RWTH Aachen, die Universität Siegen, die TU Dortmund, das FZ Jülich und die Ruhr-Universität Bochum am Projekt beteiligt.
Kontakt
Prof. Dr.-Ing. Ingo Elsen
FH-Aachen