SAFE

Sonnensegel-Asteroidenabwehr für den flexiblen Schutz der Erde

ProjektleitungProf. Dr.-Ing. B. Dachwald, FB 6 Aerospace und Automotive Engineering
FörderlinieEinzelplan 09 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)
Projektvolumen261.978 €
ProjektpartnerUniversität Glasgow, DLR-Institut für Raumfahrtsysteme
ProjektlaufzeitJanuar 2025 bis Dezember 2027

 

Worum geht es hier?
Im Projekt SAFE wird ein innovatives und zukunftsweisendes Konzept für eine flexible Asteroidenabwehr zum Schutz der Erde entwickelt, das die Vorteile der Sonnensegeltechnologie optimal nutzt. Sonnensegel sind ein treibstoffloses Antriebskonzept. Sie nutzen den Strahlungsdruck der Sonne und ermöglichen so Missionen, die mit konventionellen Antriebstechnologien nicht realisierbar sind. Besonderes Augenmerk wird auf die Effizienz und Machbarkeit des Konzepts gelegt. In die Untersuchungen werden auch innovative Ansätze aus anderen Bereichen einbezogen, wie z.B. das aus sehr vielen Sonnensegeln bestehende Planetary Sunshade, eine bisher noch nicht realisierte weltraumgestützte Maßnahme zur Bekämpfung des Klimawandels.

Was war Ihre Motivation, sich an dieser Ausschreibung zu beteiligen? Woher stammt die Idee?
Ich beschäftige mich bereits seit vielen Jahren mit Sonnensegeln und ihren einzigartigen Fähigkeiten, unter anderem zur Abwehr von Asteroiden. Das Projekt ermöglicht es mir und meiner Projektmitarbeiterin, Frau Fabienne Seibert, diese Arbeiten weiterzuführen.

Welchen Nutzen bringt dieses Projekt für die Gesellschaft und/oder im Sinne der Nachhaltigkeit?
Zukünftige verheerende Asteroideneinschläge sind keine Frage des Ob, sondern des Wann. Wenn es gelingt, einen Asteroiden abzulenken, der ohne Gegenmaßnahmen auf der Erde einschlagen würde, liegt der Nutzen für die Gesellschaft auf der Hand. Die Rettung von Millionen von Menschenleben bis hin zur Rettung der Menschheit vor dem Zusammenbruch der Gesellschaft, je nach Größe des Asteroiden. Vor etwa 66 Millionen Jahren löste der Einschlag eines großen Asteroiden ein weltweites Massensterben aus, bei dem etwa 75% aller Arten ausgelöscht wurden, darunter auch alle nicht-avischen Dinosaurier

Wer macht noch mit?
Dr. Matteo Ceriotti von der Universität Glasgow. Die Projektmitarbeiterin Fabienne Seibert wird dort promovieren. Ebenfalls beteiligt ist Dipl.-Ing. Jan Thimo Grundmann vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen.

Kontakt

Prof. Dr.-Ing. B. Dachwald

Bild zur Person

Prof. Dr.-Ing.
Bernd Dachwald