TRIPLE LifeDetect
Technologies for Rapid Ice Penetration and Subglacial Lake Exploration
Technologien für die schnelle Eisdurchdringung und subglaziale Seeforschung
| Projektleitung | Prof. Dr. rer. nat. Ilya Digel, Institut für Bioengineering |
| Förderlinie | TRIPLE |
| Projektvolumen | LifeDetect gesamt: 1.755.800 €, Anteil FH Aachen: 955.000 € |
| Forschungsschwerpunkt | Life Sciences (Astrobiologie, In-Situ/On-Site Messsysteme, Instrumentenentwicklung, Feldforschung) |
| Projektpartner | Institut für Bioengineering, RWTH Aachen MBD, Alfred Wegener Institut, Trios GmbH |
| Projektlaufzeit | Juni 2023 bis Juni 2027 |
Worum geht es hier?
Wir bauen ein kompaktes, hochleistungsfähiges Labor, das direkt in extremen Eisumgebungen eingesetzt werden kann (AstroBioLab, ABL). Das System zieht Wasserproben über spezielle Filter (Sterivex) und untersucht diese unmittelbar auf Lebensspuren. Dafür vereinen wir Fluoreszenzspektrometer, verschiedene miniaturisierte Mikroskope, Massenspektrometer und tragbare DNA-Sequenzer auf engstem Raum. Was wir in der Antarktis erfolgreich testen, soll zukünftig bei der Suche nach außerirdischem Leben auf Eismonden in unserem Sonnensystem helfen.
Was war Ihre Motivation, sich an dieser Ausschreibung zu beteiligen? Woher stammt die Idee?
Die Suche nach Leben im All beginnt an den unwirtlichsten Orten unseres eigenen Planeten. Um zu verstehen, wie extraterrestrisches Leben auf Eismonden aussehen könnte und wie wir es nachweisen können, müssen wir unsere Instrumente in analogen Umgebungen wie der Antarktis erproben. Die Idee entstand aus dem klaren Bedarf, komplexe Laboranalysen direkt vor Ort durchzuführen, ohne wertvolle Zeit durch den Transport von Proben zu verlieren oder deren Zustand zu verfälschen.
Welchen Nutzen bringt dieses Projekt für die Gesellschaft und/oder im Sinne der Nachhaltigkeit?
Neben grundlegenden Erkenntnissen für die Weltraumforschung liefert das Labor wichtige Daten über verborgene und extreme Ökosysteme der Erde. Die Analyse subglazialer Gewässer hilft uns, diese empfindlichen Lebensräume besser zu verstehen. Zudem treibt das Projekt die Miniaturisierung und Robustheit von Analysetechnik massiv voran. Solche kompakten und widerstandsfähigen Systeme sind auch für die medizinische Diagnostik oder den Umweltschutz in abgelegenen Gebieten der Erde von großem Nutzen.
Wer macht noch mit?
Ilya Digel (Projektleiter, Mikrobiologe und Dekontaminationsexperte), Atakan Tepecik (Projektmanager, Systemarchitekt und Antarktis-Feldbioingenieur), Marc Urbach und Paul Ohlig (Soft/Hardware-Systementwickler und Laboringenieure).