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Das IfB organisiert das Synergietreffen 2026 der DLR Explorer-Initiativen
DLR
Für die Suche nach außerirdischem Leben auf dem Mars, dem Saturnmond Enceladus sowie dem Jupitermond Europa werden autonom agierende Drohnen benötigt. Sie sollen sich auf dem Mars fahrend, laufend und fliegend fortbewegen. Auf den Eismonden Europa und Enceladus sollen sie sich selbstständig durch den Eispanzer der Oberfläche schmelzen, in den darunter liegenden Ozean eintauchen, dort Proben nehmen und auch direkt vor Ort Hinweise von Leben untersuchen können.
Zum Austausch über diese und weitere Themen der Explorer Initiativen, die aktuellen Entwicklungsstände sowie zur Koordination der Arbeiten zwischen den einzelnen Forschungsgruppen findet das Treffen vom 15. bis zum 17. Juli 2026 im Physikzentrum Bad Honnef statt.
Das Orgateam setzt sich wie folgt zusammen:
- Max Riekeles, IfB, riekelesfh-aachen.de
- Atakan Tepecik, IfB, tepecikfh-aachen.de
- Oliver Funke, DLR, oliver.funkedlr.de
- Peter Kayser, IfB, kayserfh-aachen.de
- Ilya Digel, IfB, digelfh-aachen.de
DLR
Die Missionsideen sind mit bislang verfügbaren Technologien noch nicht realisierbar. Deshalb fördert die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR die Entwicklung der benötigten Schlüsseltechnologien mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und legt einen besonderen Fokus auf die Generierung terrestrischer Spin-Off-Anwendungen.
Dabei ist das IfB in zwei der vier DLR Explorer-Initiativen involviert (EnEx – Enceladus Explorer und TRIPLE-Explorationssystem).
TRIPLE
Angeregt durch den Erfolg der NASA/ESA-Mission CASSINI/Huygens, die atemberaubende neue Erkenntnisse über den Saturnmond Enceladus lieferte, ist das Interesse an gezielten Forschungen zu Eismonden und deren vermutlich unter der Eisdecke vorhandenen flüssigen Wasserphasen deutlich gestiegen. Ähnliche Hinweise auf die Existenz eines Eissees auf dem Mars wurden kürzlich veröffentlicht [1]. Alle Ergebnisse deuten darauf hin, dass Spuren von noch existierenden oder Hinweise auf ausgestorbene Lebensformen gefunden werden könnten. Es fehlt jedoch noch ein wissenschaftliches Erkundungskonzept, das eine hohe Wahrscheinlichkeit für den Fund solider Beweise gewährleistet.
Um diese Lücke zu schließen, wurde ein neues Projekt namens TRIPLE-nanoAUV ins Leben gerufen, wobei die Abkürzung TRIPLE für „Technologies for Rapid Ice Penetration and subglacial Lake Exploration“ steht. Es berücksichtigt die drei verschiedenen Entwicklungsstränge:
- Shuttle-Schmelzsonde,
- Nano-AUV als Nutzlast und
- AstroBioLab,
die zusammen das komplette TRIPLE-System bilden. Von Grund auf ist TRIPLE offen für internationale Zusammenarbeit und Kooperation in Bezug auf das AstroBioLab, die allgemeine Instrumentierung sowie die Datenanalyse im Anschluss an die beiden geplanten Feldtestkampagnen in der Antarktis, eine auf dem Ekström-Schelfeis und die andere in einem subglazialen See in der Antarktis, z. B. in der Region Dome C.
[1]: A. Diez, Liquid Water on Mars, Science 25,10.1126/science.aau1829, (2018)