Intelligente Energieversorgungssysteme

Nur durch intelligentes Zusammenspiel von Energieerzeugung, -verbrauch, -speicherung und -verteilung kann eine nachhaltige Energieversorgung mit hoher Systemsicherheit gelingen. Ein Beitrag dazu leisten unsere Projekte, in denen mit Hilfe intelligenter Software Modellregionen analysiert und Zukunftsszenarien entwickelt werden.


Abteilungsleiterin

Dipl.-Ing. Anette Anthrakidis M.Eng.


Raum N101
T: +49.241.6009 53507
F: +49.241.6009 53570
anthrakidis(at)sij.fh-aachen.de | Homepage |

Projekte

SHAREuregio

SHAREuregio

Förderzeitraum: 01.07.2018 - 31.12.2021

Der anhaltende Trend der Urbanisierung, in Deutschland und den Niederlanden, hat nachhaltige Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten der Menschen. Wichtiger werden die Vielfalt flexibler Mobilitätsangebote und der verbesserte/vereinfachte Zugang zu Mobilität. Der Autobesitz verliert an Bedeutung und insbesondere die Unternehmen stehen vor der Herausforderung ihr betriebliches Mobilitätsmanagement neu auszurichten Das „SHAREuregio“ Projekt verfolgt die Entwicklung und Integration eines flexiblen elektromobilen Car- und Bikesharing-Systems für die Städte Venlo, Roermond, den Großraum Mönchengladbach und den Kreis Viersen.

Das neue Angebot soll vor allem zur Verbesserung der Luftqualität und zum effizienteren Einsatz erneuerbarer Energien und Investitionsmittel beitragen. Dies wird in einem innovativen, grenzüberschreitenden kooperativen Projekt mit dem Ziel realisiert, neue Elektromobilitätskonzepte zu entwickeln, zu erproben und zu implementieren. Gleichzeitig ist SHAREuregio ein integrativer Ansatz, was bedeutet, dass in Form einer Plattform "e-Mobilität als Dienstleistung" die Mobilitätsangebote und Verkehrsmittel besser miteinander verknüpft und vernetzt werden. SHAREuregio wird e-Mobilität (e-Cars und e- Bikes) für Dienstfahrten und auch für private Wege anbieten. Das Projekt wird für den Einsatz von Elektrofahrzeugen werben und Unternehmen sowie Privatpersonen für das Thema Elektromobilität weiter sensibilisieren.

Das Solar-Institut Jülich modelliert das Sharing-System als Baustein einer zukünftigen sektorengekoppelten Energieversorgung und untersucht anhand ausgewählter Zukunftsszenarien das Treibhausgas-Minderungspotenzial eines solchen flexiblen elektromobilen Car- und Bikesharing-System.

Projektpartner:

  • Stadt Mönchengladbach
  • Kreis Viersen
  • Gemeinde Roermond
  • Gemeinde Venlo
  • NEW AG
  • Greenflux Assets BV
  • EMTB
  • Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Viersen mbH (WFG)
  • Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH (WFMG)
  • FH Aachen:
    • FB 2 - Stadt- und Raumplanung, Verkehrsplanung und -technik
    • FB 5 - m2c-lab
    • FB 6 - Automobiltechniklabor
    • Solar-Institut Jülich

 

SmartBioFlex

Mäanderförmiger Röhrenreaktor zur biologischen Methanisierung als chemischer Speicher zur Bereitstellung von Flexibilisierungsoptionen in Stromnetzen

Förderzeitraum: 01.11.2019 - 31.10.2022

Der geplante Zubau an Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, wie Windkraftanlagen und Photovoltaik-Anlagen, bei gleichzeitigem Rückgang von konventionellen Kraftwerkskapazitäten stellt eine große Herausforderung für die Stromnetzstabilität und die Energieversorgungssicherheit dar. Energieversorgungssicherheit kann nur durch den Einsatz von bedarfsgerechten Speichertechnologien sowie andere begleitende Maßnahmen gewährleistet werden.

Die Arbeitsschwerpunkte des NOWUM im Projekt:

Bio-Power-to-Gas ist eine Art der Energiespeicherung, bei der Mikroben eingesetzt werden, um - bei Stromüberangebot durch Elektrolyse erzeugten - Wasserstoff zu erdgasäquivalentem Methan umzuwandeln, das ohne Einschränkung in das bestehende Erdgasnetz eingespeist werden kann. Ziel des Projektes ist der Aufbau und der Testbetrieb einer neuartigen Reaktorbauform als mäanderförmiger Röhrenreaktor. Durch diesen können sowohl der Energieaufwand für den Betrieb als auch die Systemkosten gegenüber herkömmlichen Reaktoren deutlich minimiert werden. Außerdem kann durch eine flexible Bauweise z.B. eine Integration in bestehende Gebäudefassaden erfolgen. Im Projekt wird der Einsatz dieser baulich flexiblen und damit dezentral einsetzbaren Technologie erstmals im Realbetrieb erprobt.

Die Arbeitsschwerpunkte des SIJ im Projekt:

Die Wirkung des Reaktors auf das übergeordnete sektorengekoppelte Energiesystem und sein Stabilisierungs-Potenzial mit Fokus auf das Stromnetz werden modellhaft für die Region Jülich ermittelt. Alle relevanten Systemkomponenten werden hierzu modelliert und mittels der Testbetriebsdaten validiert. Zubauszenarien für zukünftige Last- und Erzeugungsprofile werden unter Berücksichtigung des Zubaus erneuerbarer Energien, Sektorenkopplung und veränderter Energiebedarfe (z.B. verstärkte Nutzung von E-Mobilität) entwickelt, so dass sich zukünftige Betriebsszenarien für ausgewählte Netzgebiete simulieren lassen. Potenziale zur Übertragbarkeit auf andere Netzgebiete und hinsichtlich Skalierbarkeit werden abgeleitet.

Gefördert durch:

  • Zuwendungen des Landes Nordrhein-Westfalen unter Einsatz von Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014 - 2020 "Investitionen in Wachstum und Beschäftigung"

Durchführende Institute an der Fachhochschule Aachen am Standort Jülich:

  • NOWUM-Energy (Projektleitung)
  • Solar-Institut Jülich

Projektpartner:

  • PlanET Biogastechnik GmbH
  • Stadtwerke Jülich GmbH (assoziierter Partner)

Quirinus

Regionales virtuelles Flächenkraftwerk für Versorgungssicherheit und Stromnetzstabilität

Projektlaufzeit: 01.03.2017 bis 31.05.2020

Eine stabil funktionierende Stromversorgung ist heutzutage selbstverständlich. Bisher haben die Übertragungsnetzbetreiber über konventionelle Atom-, Gas- oder Kohlekraftwerke für diese Sicherheit gesorgt. Mit der Energiewende ändert sich das nun. Die konventionellen Kraftwerke werden zunehmend durch die erneuerbaren Energien (EE) abgelöst. Wind- und PV-Anlagen speisen den Strom allerdings dezentral und fluktuierend ein, sodass sowohl Engpässe als auch Energieüberschüsse entstehen können. Das ist die große Herausforderung, mit der sich das Projekt QUIRIUNS beschäftigt. Ein Lösungsansatz, der eine zuverlässige Stromversorgung auch bei steigenden EE-Anteilen im Strommix gewährleistet, ist die Bündelung verschiedener EE-Anlagen aus der Region. So wird ein Flächenkraftwerk geschaffen, auch virtuelles Kraftwerk genannt. Die Anlagen werden über ein Informations- und Kommunikationsnetz miteinander verbunden und können Daten zu Stromerzeugung und -bedarf austauschen. Diese Daten werden von einem Control Center gesteuert, sodass man von dort das Stromangebot und die Stromnachfrage über Systemdienstleistungen stabilitätswirkend aufeinander abstimmen kann.


Aufgabe des SIJ war es, mit Blick auf die zukünftige Energieversorgung der Region ein Ideal-Portfolio mit dynamischen Zubau-Szenario-Simulationen zu erstellen und dabei die Potenziale für den mittelfristigen Zubau von EE-Anlagen und mögliche Veränderungen auf der Verbraucherseite sowie geplante oder beschlossene EE-Ausbau-Maßnahmen zu berücksichtigen. Stand heute (Januar 2020) ist, dass die Zubauszenarien erstellt und im Control Center hinterlegt wurden, um auch dort zukünftige Versorgungsszenarien (z.B. Engpässe) simulieren zu können. Zusammen mit den ermittelten Flexibilitätspotenzialen auf der Lastseite (z.B. bei stromintensiver Industrie, Wärmepumpen, E-Mobilität) werden aktuell die spezifischen Herausforderungen und Chancen eines vkw++ für die Energiewende auf Verteilnetzebene ermittelt. Die Treibhausgasminderungs- und Netzausbauvermeidungspotentiale werden bis Projektende aus ausgewählten Szenarien abgeleitet.


Ein regionaler Verbund von Verteilnetzbetreibern, Energieversorgern, Herstellern und Betreibern von Anlagen wie Daten-Kommunikation, Schwungradspeicher und Kraft-Wärme-Kopplung sowie die beiden Forschungsinstitute bildet zusammen das Projekt-Konsortium. Antragsteller und Konsortialführer ist die Regionetz GmbH mit Sitz in Eschweiler.

Projektpartner:

  • Regionetz GmbH
  • NEW-Netz GmbH
  • SAE IT-systems GmbH & Co. KG
  • STORNETIC GmbH
  • RWE AG
  • Leitungspartner GmbH
  • 2G Engery AG
  • ewi Energy Research and Scenarios gGmbH

Gefördert durch:

  • Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Europäische Union - Investition in unsere Zukunft, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
  • EFRE.NRW - Investition in Wachstum und Beschäftigung

Projekthompepage:

Projekthomepage

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Inka-Ewi

Integration des Themas Klimawandelanpassung in Energiewirtschafts- und Energietechnik-Studiengänge

  • Förderkennzeichen: 03DAS109
  • Zuwendungsempfängerin: Fachhochschule Aachen
  • Projektlaufzeit: 01.12.2016 - 31.11.2018

Aus- und Weiterbildungsangebote, die sich auf Master-Niveau inhaltlich mit der Anpassung der Energiewirtschaft und der kommunalen Energieversorung an die Folgen des Klimawandels befassen, sind bisher in Deutschland noch nicht verfügbar.

Ziel ist daher die Entwicklung eines Master-Lehrmoduls mit dem Thema "Klimawandelanpassung in Energiewirtschaft und Energietechnik", welches in bestehende technische Master-Studiengänge (z. B. für Fachrichtungen Maschinenbau, Elektrotechnik, Energiewirtschaft) integriert werden kann und bestehende energietechnische und -wirtschaftliche Inhalten ergänzt. Das Lehrmodul wird während des Projektes teilweise und nach Projektende dauerhaft im Studiengang "Energiewirtschaft und Informatik" an der Fachhochschule Aachen angeboten. Den Studierenden sollen Kompetenzen zur Bestimmung der Einflüsse des Klimawandels auf die Energieerzeugung, -verteilung, -umwandlung und -vermarktung vermittelt werden. Sie sollen Maßnahmen zur Klimawandelanpassung aller relevanter Bereiche der Energieversorgung und Energieffizienz kennen lernen und in geeigneten Aufgabenstellungen (z. B. in Modellen, Szenarien-Entwicklungen oder Potentialanalysen) weiterentwickeln. Dabei spielen Ermittlung und Bewertung der Einflüsse des Klimawandels auf Energieerzeugungsanlagen und -mengen sowie auf Übertragungskapazitäten von Netzten ebenso eine Rolle wie die durch den Klimawandel bedingten Veränderungen der Bedarfe.

Das Projekt wird vom Solar-Institut Jülich und Nowum-Energy gemeinsam durchgeführt.
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Ansprechpartner Solar-Institut Jülich

Dipl.-Ing. Anette Anthrakidis | Abteilungsleiterin Energiespeicher und Systemanalyse

Mirjam Schöttler, M. Sc. | wissenschaftliche Mitarbeiterin

Ansprechpartner Nowum-Energy

Prof. Dr.-Ing. Isabel Kuperjans | Leiterin des Institut Nowum-Energy

Jochen Lowis | wissenschaftlicher Mitarbeiter

Förderer: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

ClimateCulture-Lab (CCL)

Eine Plattform zur Entfaltung klimafreundlicher Kulturen auf kommunaler Ebene

Weil kultureller Wandel nicht durch Richtlinien verordnet werden kann, braucht es neue Qualitäten der Selbstmotivation. Der Aufbau von Veränderungskompetenz steht an, gerade in Kommunen, damit sich vor Ort nachhaltige KlimaKULTURen besser entfalten können. Gefragt sind neue klimafreundliche Wertmaßstäbe und deren Umsetzung in attraktive Lebensstile. Deshalb hat das Klima-Bündnis zusammen mit seinen Partnern Pestel Institut gGmbH und Solar-Institut Jülich der FH Aachen (SIJ) ein dialogorientiertes Verfahren ins Leben gerufen: das ClimateCulture-Lab (CCL).

Mit 16 analogen Werkstätten in Kommunen sowie einer Online-Plattform soll der KlimeKULTUR-Wandel auf kommunaler Ebene beschleunigt werden. Am Beispiel klimafreundlicher Energieversorgung werden kulturelle Zuammenhänge verdeutlicht und modellhaft Ansätze für (Teil-)Systemlösungen angeregt. Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse und die Motivation der Beteiligten aus den Kommunen. Gemeinsam mit ihnen wächst ein Dialog- und Lernformat zur Verbreitung von Kulturen, die Klimaschutz und Nachhaltigkeit in Wahrnehmung, Werten und Verhalten verankern.

Projektförderzeitraum: Oktober 2016 - September 2019

durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative.

Weitere Informationen:

 

Dessert

Entwicklung von Konzepten, Komponenten und Systemlösungen für die Nutzung von Gebäuden als dezentrale Schnittstelle zwischen Wärme- und Strommärkten mit hohem Anteil erneuerbarer Energietechniken

Projektlaufzeit: Januar 2014 - Dezember 2017

Der steigende Einsatz von Technologien der Erneuerbaren Energien zur Deckung des Energiebedarfs erfordert die Entwicklung von technischen Lösungen für ein effizientes, flexibles sowie kostengünstiges Erzeugungs- und Lastmanagement.

Ein interdisziplinärer Forschungsverbund bestehend aus dem Solar-Institut Jülich und den Fachbereichen Energietechnik, Elektro- und Informationstechnik sowie Bauingenieurwesen der Fachhochschule Aachen widmet sich der Herausforderung, Gebäude mit Wärmepumpen (WP) beziehungsweise Blockheizkraftwerken (BHKW) und thermischer Speicherfähigkeit auszustatten. So fungiert sie als Schnittstelle zwischen Strom- und Wärmemarkt und trägt zum Ausgleich von Fluktuationen im Stromnetz bei.

Das zu entwickelnde Konzept umfasst neben Erzeugermanagement und Gebäude-Lastmanagement auch die Mensch-Maschine-Kommunikation. Hierdurch eröffnet sich die Möglichkeit Überkapazitäten im schwankenden Energieangebot aus Erneuerbaren Quellen effizient zu nutzen und das Stromnetz durch die Bereitstellung von positiver und negativer Regelleistung zu stabilisieren. Am Beispiel eines fiktiven Referenzgebäudes (Hardware-in-the-loop, Simulation) wird das Potenzial des Konzepts ermittelt, wobei insbesondere der Entscheidungsspielraum für den Betreiber im Wirkungsgefüge von BHKW, Wärmepumpe und Speicherfähigkeit unter Berücksichtigung der Wetter- und Nutzungsprognose sowie der Anforderungen aus dem Stromnetz aufbereitet und dargestellt wird.

Projektförderung:

 

BiStro

Bauwerksintegrierte thermische Speicherung für das Lastmanagement von Stromnetzen mit hohem Anteil erneuerbarer Energiequellen

Projektlaufzeit: September 2013 - Juni 2017

Mit dem Fortschreiten der Energiewende werden die Stromnetze zunehmend mit fluktuierenden erneuerbaren Energieträgern durchdrungen. Dies bedingt die dringende Notwendigkeit zur Bereitstellung kostengünstiger Stromspeicher oder entsprechender Lastmanagement-Optionen.

Im Rahmen dieses Vorhabens untersucht das Solar-Institut Jülich der FH Aachen gemeinsam mit seinen Forschungspartnern Viessmann, DuPont de Nemours, RWTH Aachen und Infrawest die Option der Energiespeicherung durch mit Wärmepumpen beheizte und mit thermischer Speicherfähigkeit ausgestattete Gebäude als Schnittstelle zwischen Strom- und Wärmemarkt. Dabei soll die Energiespeicherfähigkeit mit integrierten Latentwärme-Speichermaterialien deutlich erhöht werden. Eine erfolgreiche Umsetzung erfordert die Einbeziehung folgender Aspekte: Anpassung der Niedertemperaturwärmequelle, vorausschauende Regelung und gebäudeseitiges Lastmanagement, thermische Behaglichkeit, benötigte und zulässige Temperaturniveaus. Es wird ermittelt, wie Strombezugspreise an das Über- beziehungsweise Unterangebot angepasst werden müssen, so dass eine Refinanzierung der Zusatzinvestitionen erreicht wird.

Bei erfolgreichem Projektabschluss steht dem Markt ein System zur Verfügung, mit dem einerseits eine hohe negative Regelleistung (ca. 5 GW bei 1 Million Anlagen) dezentral aktiviert und andererseits eine passive Speicherkapazität von einigen 100 GWh zum Ausgleich von Schwankungen der erneuerbaren Energiequellen bereitgestellt werden kann.

Projektförderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung

 
 

KomRev

Die kommunale Effizienzrevolution für den Klimaschutz in den deutschen Städten - Voraussetzungen, Transformationspfade und Wirkungen

Projektlaufzeit: 11/2012 - 12/2016

Im Projekt KomRev werden effiziente Energienutzungs- und Versorgungskonzepte am Beispiel der Stadt Rheine entwickelt. Ziel war es, mit einer sinnvollen Vernetzung der Bereiche Strom, Wärme und Verkehr eine weitgehend CO2-„freie“ Energieversorgung im Jahr 2050 zu erreichen. Zusammen mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie sowie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt wurden für die Stadt Rheine zwei Konzepte für eine zukunftsfähige und nachhaltige Energieversorgung entwickelt.

 

Der Schlussbericht ist hier zu finden.

 

Aus den für Rheine entwickelten Energieversorgungskonzepten wurde projektbegleitend das "Handbuch methodischer Grundfragen zur Masterplan-Erstellung" erstellt. Es gibt Auskunft für engagierte Kommunen, die nachhaltige und klimafreundliche Strategien für die Stadtplanung entwickeln möchten.

Das Handbuch kann kostenlos auf den Seiten des BMUB heruntergeladen werden:

https://www.klimaschutz.de/sites/default/files/handbuch_methodischer_grundfragen_bf_cps_final.pdf

EC2Go

Das Car Sharing E-Mobilitätsmodell für urbane Regionen

Projektlaufzeit: 01.08.2011 - 31.07.2013

EC2Go ist ein abgeschlossenes interdisziplinäres Verbundprojekt, das die Fachhochschule Aachen gemeinsam mit zahlreichen Industriepartnern aus der Region durchführte. Entstanden ist ein eCarSharing-Konzept, das Aspekte wie geringerer Energieverbrauch, umweltfreundliches Energiemanagement, innovative Antriebstechnik und intelligente Fahrerassistenz in sich vereint. Das Solar-Institut Jülich hatte dabei die Aufgabe, ein nachhaltiges Energieversorgungskonzept für eCarSharing zu entwickeln sowie Fahrten im Modell zu simulieren und - mit dem Ziel hoher erneuerbarer Energien Vorsorgungsanteile - energieeffizient zu managen.

Veröffentlichung:

Anthrakidis, Anette; Jahn, Roland; Ritz, Thomas; Schöttler, Mirjam; Wallenborn, Ramona; Warmke, Gisela; Urbanes eCarSharing in einer vernetzten Gesellschaft, STZ Steinbeis-Transferzentrum Usability und Innovative Systeme zur Informationslogistik, Karlsruhe, DE, 20140604162, S. 148/2013

CO2DEZ

CO2-Emissionsminderung durch Ausbau, informationstechnische Vernetzung und Netzoptimierung von Anlagen dezentraler, fluktuierender und erneuerbarer Energieerzeugung in Deutschland

Projektlaufzeit: 01.12.2007 - 30.11.2009

Das Projekt "CO2DEZ" diente der Untersuchung der Anforderung an die Energieversorgung in den Bereichen Erzeugung, Transport, Verteilung und Verbrauch, die sich aus der Ausweitung dezentraler Erzeugung einerseits und massivem Ausbau der Offshore-Windenergie andererseits ergeben. Es wurden Ansätze und Leitlinien formuliert, an denen sich der sukzessive Umbau der Energieversorgungsstruktur in Richtung mehr regenerative Energien und stärkerer Dezentralität orientieren kann. Durch die Untersuchung und Darstellung des Zusammenspiels der verschiedenen Ebenen der Energieversorgung liefern die Ergebnisse eine fundierte Wissensgrundlage für anstehende Entscheidungen in allen Ebenen der Energiewirtschaft.

Der Schlussbericht als pdf-Datei ist hier zu finden.

Energiestudie

Struktur und Dynamik einer Stromversorgung mit einem hohen Anteil Erneuerbarer Energieerzeuger (EE)

In dieser Untersuchung wurden die in der Leitstudie 2008 (Hrsg. BMU2008) formulierten Zwischenziele der Stromversorgung Deutschlands für die Jahre 2020/2030 und 2050 mit Hilfe eines Simulationsmodells nachvollzogen. Die Erreichbarkeit dieser Ziele sollte mit Hilfe von Simulationsrechnungen untersucht werden. Der Einfluss der zeitlich und räumlich fluktuierenden Stromerzeugungsleistung auf die Versorgungssicherheit wurde durch eine quasi-dynamische Simulation ermittelt. Dafür wurde die durch erneuerbare Energien (EE) innerhalb Deutschlands produzierte Strommenge in zeitlich hoher Auflösung mit eigenen Modellen berechnet. Anhand von Wetterdaten aus dem Jahr 2007 und einer hinterlegten Kraftwerksleistung (Strommix) bestehend aus erneuerbaren Energien, fossilen Kraftwerken und Kernkraftwerken wurde für die Stunde des Jahres ermittelt, wie viel Strom zur Deckung der ebenfalls variierenden Bedarfe zur Verfügung steht.

Der Schlussbericht als pdf-Datei ist hier zu finden.


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