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Wohnen im Umland

Kommunen in der Dreiländer-Region bieten Wohnraum für Studierende

Pünktlich zu Beginn des Wintersemesters werden viele junge Menschen nach Aachen ziehen, um ein Studium an der FH Aachen oder einer der anderen Aachener Hochschulen zu beginnen. Durch den doppelten Abiturjahrgang 2013, den Wegfall der Wehrpflicht, die insgesamt steigende Studierneigung und die zunehmende Bekanntheit und Attraktivität der Hochschulen werden es in diesem Jahr sogar außergewöhnlich viele Erstsemester sein, die wir in Aachen willkommen heißen.

Zusätzliche Studierende brauchen zusätzlichen Wohnraum, rund 3000 zusätzliche Wohneinheiten werden benötigt. Durch zahlreiche Bauprojekte und Aktivierungen durch die Kampagne "Extraraum", die von Studierenden des Fachbereichs Gestaltung entworfen und umgesetzt wird, kann dieser Wohnbedarf zum Teil gedeckt werden. "Doch dies reicht nicht aus. Mit Hilfe der Region werden wir dieses Problem pragmatisch angehen", erklärte Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp auf einer Pressekonferenz im Aachener Rathaus. "Es ist das gemeinsame Interesse der verschiedenen Kommunen, den Studierenden attraktiven Lebensraum zu bieten."

Mit dem Wissen um den Bedarf zusätzlicher Wohnungen hat die Stadtverwaltung eine Kooperation mit den Nachbarn Aachens ins Leben gerufen, um Wohnangebote im Umland zu entwickeln, zu sammeln und zu bewerben. Ergänzend zur Extraraum-Kampagne ist auch die grenzüberschreitend arbeitende "AG Charlemagne" tätig geworden. Sie ist ein Zusammenschluss von Kommunen und regionalen Gebietskörperschaften im Dreiländereck Deutschland, Belgien, Niederlande. "Wir fühlen uns mit der Region Aachen zusammengehörig - wie eine Gemeinschaft", erklärte Dr. Gerrit van Vegchel, Vorsitzender der Stadsregio Parkstad Limburg. Die Parkstad hat sich dafür eingesetzt, dass das Studierendenticket der Studenten, die in der Parkstad wohnen, auch für den ÖPNV in der niederländischen Region kostenfrei gilt.

"Studenten sind eine Chance für unsere Zukunft", ergänzte Peter Thomas, Loco-burgemeester en wethouder Volkshuisvesting der Gemeente Kerkrade. In der Voorterstraat in Kerkrade ist der dort bestehende Leerstand in attraktive Studentenwohnungen umgewandelt worden. 30 Appartements, die Platz bieten für jeweils drei Studierende, stehen zu einem attraktiven Preis zur Verfügung. "Für Studierende sind der Preis, die Erreichbarkeit, die Attraktivität des Umfelds sowie die Umstände der Grenzüberschreitung Kriterien ihrer Wohnortentscheidung", sagte Thomas Hissel, Abteilungsleiter Wissenschaft und Europa der Stadt Aachen.

Gemeinsam mit den Kommunen ist ein Flyer entworfen worden, der, abrufbar über die Homepage www.extraraum-aachen.de, Informationen zu den Entfernungen und Wohnkapazitäten diesseits und jenseits der Grenze darstellt.

Weitere Informationen unter
www.extraraum-aachen.de
www.charlemagne-grenzregion.eu