TESS: Neuartiger Speicher für Energie

Projekt ist für den Forschungspreis nominiert

 

Die FH Aachen ist eine forschungsstarke Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Mit dem Forschungspreis würdigt die FH die Fachkompetenz und das Engagement von Professorinnen und Professoren sowie von wissenschaftlichen Mitarbeitenden. Der Preis stellt eine Würdigung der geleisteten Arbeit dar, soll aber auch Anreize schaffen, weiterhin anwendungsorientiert zu Forschung, Innovation und Transfer beizutragen.

Der Forschungspreis 2022 wird verliehen am Donnerstag, 22. September 2022, um 14 Uhr im Multifunktionsraum, Bayernallee 11. Nominiert sind in diesem Jahr zwei Projekte, nämlich "TESS 2.0 – Thermischer Stromspeicher für den Strommarkt 2.0" (Prof. Dr. Ulf Herrmann - Geschäftsführender Direktor Solar-Institut Jülich) und "Minimierung des Energieeinsatzes in der Papierindustrie - RE-Papier / Plus RE-Papier" (Prof. Dr. Isabel Kuperjans, Geschäftsführende Direktorin Institut NOWUM-Energy, und das Team des Instituts NOWUM-Energy).

Im Vorfeld stellen wir Ihnen beide Projekte vor, in diesem Beitrag geht es um das Projekt TESS 2.0, in dessen Mittelpunkt die Erforschung eines thermischen Stromspeichers steht, der den geänderten Anforderungen an den Strommarkt Rechnung trägt.

Beim Projekt "TESS 2.0 – Thermischer Stromspeicher für den Strommarkt 2.0", das von Prof. Dr. Ulf Herrmann, Geschäftsführender Direktor des Solar-Instituts Jülich (SIJ), geleitet wird, geht es um die Erforschung eines thermischen Stromspeichers. Die sichere und CO2-freie Wärme- und Stromversorgung aus regionalen Quellen sowie die sektorenübergreifende Vernetzung sind zentrale Themen der Energiewende. Mit multiTESS entwickelt das SIJ gemeinsam mit den Industriepartnern Kraftanlagen Energies & Services, Otto Junker und Dürr Systems einen sogenannten Power-to-Heat-Speicher. Dieser erlaubt es, Energie in Form von Hochtemperaturwärme zu speichern („beladen“) und diese Wärme bei Bedarf wieder zu verstromen („entladen“). Zusätzlich können auch externe Wärmequellen – etwa die Abwärme aus industriellen Prozessen – einbezogen worden; ebenso ist denkbar, die gespeicherte Wärme nicht nur zur Stromproduktion, sondern auch zur Einspeisung in öffentliche Fernwärmenetze oder zur Bereitstellung von Prozesswärme für die (Schwer-)Industrie zu nutzen.

Das Preisgeld für den Forschungspreis der FH Aachen wird gestiftet von der Bürgerstiftung der Sparkasse Aachen.