IT-Sicherheit: Informationen aus erster Hand

Netzwerkveranstaltung für Studierende, Alumni und Unternehmen

Studierende, Alumni und Unternehmensvertreter:innen tauschen sich zum Thema IT-Sicherheit aus

Studierende, Alumni und Unternehmensvertreter:innen tauschen sich zum Thema IT-Sicherheit aus. Foto: FH Aachen | Arnd Gottschalk

Wenn im Bereich der IT-Sicherheit das rote Team gegen das blaue Team antritt, dann handelt es sich nicht um einen freundlichen Wettstreit. "Beim Red-Teaming führen wir einen verdeckten Sicherheitstest durch, bei dem fast alles erlaubt ist", erläutert Nico Jansen, Masterabsolvent im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik und jetzt Mitarbeiter bei der Firma @-yet GmbH, die für Kunden IT-Sicherheitslösungen entwickelt und umsetzt.

Einmal jährlich veranstalten Prof. Dr. Georg Neugebauer und Prof. Dr. Marko Schuba mit ihrem Team vom Schwerpunkt IT-Sicherheit eine Veranstaltung, die aktuelle Studierende des fünften Semesters, Alumni und Firmen im Bereich der IT-Sicherheit zusammenbringt. "Wir freuen uns sehr, dass wir das Treffen wieder in Präsenz durchführen können", betont Prof. Schuba. Insgesamt 15 Unternehmen präsentierten sich den Studierenden, um einen Einblick in die aktuelle IT-Sicherheitspraxis zu geben, aber auch, um sich Nachwuchskräften als potenzielle Arbeitgeber zu präsentieren.

FH-Absolvent Nico Jansen zeigte den Zuhörenden in seiner Präsentation auf, wie breit das Spektrum seiner aktuellen Tätigkeit ist. So gehe es um verdeckte Sicherheitstests – also das "Red-Teaming" -, aber auch um Analysen von Sicherheitsstrukturen und die akute Problembehebung. "Wenn ein System gehackt worden ist, wollen wir dafür sorgen, alles wieder sicher ans Laufen zu bringen. Wir beschäftigen uns aber auch mit der forensischen Analyse, also mit der Suche nach der Schwachstelle, die die Angreifer genutzt haben", erklärte er.

Welche Rolle die IT-Sicherheit für Softwareunternehmen spielt, erläuterte Dr. Heinz-Josef Schlebusch von der Kisters AG. "Wir produzieren Software, die unter anderem bei Kritischen Infrastrukturen zum Einsatz kommt“, sagte er, und nannte als Beispiele Wasser- und Energieversorgung. In allen Phasen der Produktentwicklung – von der Aufnahme der Anforderungen über die Programmierung bis hin zum Einsatz in der Praxis – stehe die Sicherheit immer im Mittelpunkt. „Es geht um Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit", betonte Dr. Schlebusch.

Die Studierenden hatten bei der Veranstaltung die Gelegenheit, aus erster Hand zu erfahren, worauf es im Arbeitsalltag ankommt und welche Qualifikationen Berufseinsteiger:innen mitbringen sollten. Gerade die Absolvent:innen des Schwerpunkts IT-Sicherheit, die inzwischen bei Unternehmen der Branche arbeiten, konnten wertvolle Hinweise für den Berufseinstieg geben.