FS25 Elektrorennwagen ohne Fahrer auf Testgelände

Fahrzeuge

Seit der Teamgründung im Jahr 2007 werden an der FH Aachen Formula-Student-Prototypen entwickelt, konstruiert und in aufwändiger Handarbeit gefertigt. Mit der Unterstützung von zahlreichen Sponsoren, Partnern, Zulieferern und Fertigern ist dabei fast jedes Jahr ein neues Fahrzeug entstanden. 

FS25

Nach zwei Jahren intensiver Entwicklungsarbeit ist es endlich so weit: Der FS25 feiert seine Premiere.
Das Fahrzeug wurde als Conversion Design seines Vorgängers, des FS23 EVO, konzipiert. In der Theorie bedeutet das, dass nahezu alle Komponenten – mit Ausnahme des Antriebs – übernommen werden. In der Praxis zeigte sich jedoch schnell, dass das bestehende Konzept an vielen Stellen überarbeitet werden musste. Zahlreiche Systeme wurden angepasst, neu abgestimmt und weiterentwickelt, um die nächste Antriebsgeneration zu realisieren.

Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das die Erfahrungen aus dem FS23 EVO aufgreift, sie gezielt verbessert und in ein modernes, effizientes Gesamtkonzept überführt.

Chassis

In enger Zusammenarbeit mit der Fahrwerksgruppe wurde der Heckrahmen überarbeitet und an die Breite der Batterie angepasst. Dabei war es uns wichtig, die bestehende Fahrwerkskinematik weitgehend beizubehalten, um das bewährte Fahrverhalten und die Balance des Fahrzeugs zu sichern. Gleichzeitig haben wir das Monocoque umfassend verstärkt. Um den gestiegenen Materialanforderungen des Regelwerks gerecht zu werden, wurde die Steifigkeit in nahezu allen Bereichen deutlich erhöht. Das Ergebnis ist eine robustere und sicherere Struktur, die den hohen Belastungen im Fahrbetrieb standhält und optimale Performance gewährleistet.

Fahrwerk

Das Fahrwerk des Fahrzeugs basiert auf einer Doppel-Querlenker-Achse an Vorder- und Hinterachse, die für präzise Radführung und ein stabiles Fahrverhalten sorgt. An der Vorderachse kommt ein direkt angreifendes Feder-Dämpfer-System zum Einsatz, während an der Hinterachse ein Push-Rod-System verwendet wird. Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde die Kinematik überarbeitet, um das Ansprechverhalten und die Einstellbarkeit weiter zu verbessern. Im gesamten Fahrwerk werden NAS-Bolts eingesetzt, um spielfreie und dauerhaft belastbare Verbindungen zu gewährleisten.

Antrieb

Unser Antriebssystem basiert auf einer eigens entwickelten 600-Volt-Batterie in 2p144s-Konfiguration, die in zwölf Stack-Module unterteilt ist und so höchste Effizienz und Sicherheit gewährleistet. Sie stellt die Energieversorgung für den Elektromotor sicher, der als Herzstück des Systems fungiert: ein Emrax 228 Axialflussmotor mit einer Spitzenleistung von 124 kW und einem Drehmoment von 220 Nm. Die Kraftübertragung erfolgt über ein ebenfalls eigens entwickeltes zweistufiges Getriebe, das optimal auf die Charakteristik des Elektromotors abgestimmt ist und eine effiziente Untersetzung ermöglicht.

Elektronik

Zur Spannungswandlung kommt ein Brightloop DCDC-System zum Einsatz, während ein inhouse entwickeltes Master-BMS die Batterie zuverlässig überwacht und steuert. Für die elektrische Infrastruktur wird ein MIL-Spec Kabelbaum eingesetzt, der konzentrisch getwistet ist und dadurch die Zuverlässigkeit sowie die Resilienz des Gesamtsystems erheblich steigert – ein entscheidender Faktor für den Einsatz unter hohen Belastungen.
Die Steuerung des Antriebs erfolgt über eine Crosworth Antares 8 VCU in Kombination mit dem Cosworth CSG10. Abgerundet wird das Fahrerinterface durch ein von uns entwickeltes, ultraleichtes Carbon-Lenkrad, das mit dem Cosworth-Interface ausgestattet ist und eine präzise sowie intuitive Kontrolle ermöglicht.

Vorherige Fahrzeuge

FS23 EVO

Struktur: CFK-Monocoque und Stahlrohr-Heckrahmen

Antrieb: Antrieb 600 ccm 4-Zylinder-Saugmotor aus einer Yamaha R6, umgebaut auf Trockensumpf-Schmierung, 4-Gang Dog Getriebe sowie pneumatisch aktuierter Schaltung und Kupplung

Fahrwerk: Doppel-Querlenker-Achse (vorne und hinten) mit direkt angreifendem Feder-Dämpfer-System (vorne) und Push-Rod-System (hinten)

Elektronik: On-Board Fahrzeugzustandskontrolle, Powermanagement, Motorsteuerung, Display und Datenlogger verbunden über CAN-Bus

 

Basierend auf dem FS23 und seit 2024 der letzte Rennwagen mit Ottomotor.

 

Signifikante Änderungen zum FS23:

  • Gewichtsreduktion durch verbesserte Aufbauten der CFK-Strukturen in Monocoque und Bodywork
  • Anpassungen am Ölsystem
  • optimiertes Kraftstoffsystem
  • bessere Hitzedämmung der Abgasanlage zu hitzeempfindlichen Bauteilen
  • Performance-Optimierung aller Baugruppen

FS23

Struktur: CFK-Monocoque und Stahlrohr-Heckrahmen

Antrieb: Antrieb 600ccm 4-Zylinder-Saugmotor aus einer Yamaha R6, umgebaut auf Trockensumpf-Schmierung, 4-Gang Dog Getriebe und pneumatisch aktuierter Schaltung und Kupplung

Fahrwerk: Doppel-Querlenker-Achse (vorne und hinten) mit direkt angreifendem Feder-Dämpfer-System (vorne) und Push-Rods (hinten)

Elektronik: On-Board Fahrzeugzustandskontrolle, Power-Management, Motor-Steuerung, Display und Daten-Logger verbunden über CAN-Bus

 

Signifikante Änderungen zum FS22:

  • verbesserte Version des FS22
  • Gewichtsreduktion durch verbesserte Aufbauten der CFK-Strukturen und Optimierung der bestehenden Systeme
  • Optimierung des Schwerpunktes durch ein abgeändertes Packaging
  • Leistungsoptimiertes Motorkennfeld durch Prüfstandsläufe
  • höhere Kühlleistung mittels eines integriertem Luftkanal und Strömungsanalyse
  • höhere Zuverlässigkeit durch ausgereiftere Systemkomponenten
  • ausgereifteres und besser integriertes Elektroniksystem
  • angepasste Fertigungsverfahren und Systemkomponenten für eine höhere Präzision der Lenkung

FS22

Fahrzeugdaten

Struktur CFK-Monocoque und Stahlrohr-Heckrahmen

Antrieb: Antrieb 600ccm 4-Zylinder-Saugmotor aus einer Yamaha R6, umgebaut auf Trockensumpf-Schmierung, 4-Gang Dog Getriebe und pneumatisch aktuierter Schaltung und
Kupplung

Fahrwerk: Doppel-Querlenker-Achse (vorne und hinten) mit direkt angreifendem Feder-Dämpfer-System (vorne) und Push-Rods (hinten)

Elektronik: On-Board Fahrzeugzustandskontrolle, Power-Management, Motor-Steuerung, Display und Daten-Logger verbunden über CAN-Bus

 

Signifikante Änderungen zum FS21:

  • Vollgesinterte Ölwanne, Kupplungsdeckel und Wärmetauscher
  • Gewichtsoptimierter Motorblock
  • Leistungsoptimiertes Motorkennfeld durch Prüfstandsläufe

FS21

Fahrzeugdaten

Struktur CFK-Monocoque und Stahlrohr-Heckrahmen

Antrieb 4-Zylinder-Motor mit Trockensumpf-Schmierung und pneumatisch aktuierter Schaltung und Kupplung

Fahrwerk Doppel-Querlenker-Achse (vorne und hinten) mit direkt angreifendem Feder-Dämpfer-System (vorne) und Push-Rods (hinten)

Elektronik On-Board Fahrzeugzustandskontrolle, Power-Management, Motor-Steuerung, Display und Daten-Logger verbunden über CAN-Bus

FS19

Fahrzeugdaten

Struktur: CFK-Monocoque und Stahlrohr-Heckrahmen

Antrieb: 4-Zylinder-Motor mit Trockensumpf-Schmierung, E-Gas und pneumatischer Schaltung und Kupplung

Fahrwerk: Doppel-Querlenker-Achse (vorne und hinten) mit Pull-Rods (vorne) und Push-Rods (hinten)

Elektronik: Cosworth Antares 8 Motorsteuergerät (Single-Box-Solution), umfangreiche Sensorik

FS18

Fahrzeugdaten

Struktur CFK-Monocoque und Stahlrohr-Heckrahmen

Antrieb 4-Zylinder-Motor mit Trockensumpf-Schmierung und elektrischer Schaltung und Kupplung

Fahrwerk Doppel-Querlenker-Achse (vorne und hinten) mit Pull-Rods (vorne) und Push-Rods (hinten)

Elektronik Power-Management, Motor-Steuerung, Display und Daten-Logger verbunden über CAN-Bus

FS17

Fahrzeugdaten

Struktur:  CFK-Monocoque und Stahlrohr-Heckrahmen

Antrieb:  4-Zylinder-Motor mit Trockensumpf-Schmierung und elektrischer Schaltung und Kupplung

Fahrwerk:  Doppel-Querlenker-Achse (vorne und hinten) mit Pull-Rods (vorne) und Push-Rods (hinten)

Elektronik: Power-Management, Motor-Steuerung, Display und Daten-Logger verbunden über CAN-Bus

FS615

Fahrzeugdaten

Struktur Stahlrohr-Rahmen mit CFK-Verkleidung

Antrieb 4-Zylinder-Motor mit Trockensumpf-Schmierung und elektrischer Schaltung und Kupplung

Fahrwerk Doppel-Querlenker-Achse (vorne und hinten) mit Push-Rods (vorne/hinten)

Elektronik selbstentwickeltes Power-Management, Motor-Steuerung, selbstentwickeltes Display und Daten-Logger verbunden über CAN-Bus

Aerodynamik Front-/Hecklflügel und Unterboden mit Diffusor

AIX FS614

Fahrzeugdaten

Struktur Stahlrohr-Rahmen mit CFK-Verkleidung

Antrieb 4-Zylinder-Motor mit Trockensumpf-Schmierung und elektrischer Schaltung und Kupplung

Fahrwerk Doppel-Querlenker-Achse (vorne und hinten) mit Push-Rods (vorne/hinten)

Elektronik selbstentwickeltes Power-Management, Motor-Steuerung, Display und Daten-Logger

AIX FS613

AIX FS610

AIX FS609

Fahrzeugdaten

Geschwindigkeit max.:  145 Km/h

Beschleunigung: 0-100:  4,2 s

Leergewicht:  250 kg

Motor:  Honda CBR600RR PC37 (4-Zylinder-Viertakt-Reihenmittelmotor)

Hubraum:  599 ccm

Leistung und Drehmoment:  64kW / 87 PS, 65 Nm

Chassis: Gitterrohrrahmen aus Stahl

Kraftübertragung: Hinterradantrieb, 6-Gang-Schaltgetriebe, Kettenantrieb

Lenkung:  Zahnstange, verschiebbar für einstellbares Einlenkverhalten, Ackermann-Prinzip

Radaufhängung: Einzelradaufhängung, Doppel-A-Querlenker, Dämpferanbindung über Zug- und Druckstreben

 

 

AIX FS608

Fahrzeugdaten

- geschweißter Gitterrohrrahmen aus Stahl, FEM optimiert

 

- 4-Zylinder Motorradmotor mit optimiertem Ansaug- und Abgastrakt

 

- elektrisch betätigtes sequenzielles Getriebe

 

- Einzelradaufhängung an Doppelquerlenkern

 

- Stoßdämpfer über  Push-/Pullrod-Anlenkung

 

- Verkleidung aus Faserverbundwerkstoff

 

- aerodynamischer Unterboden