Effiziente Gebäude- und Anlagentechnik
Laufende Projekte
ASCERTEN
Attractive and Sustainable Carbon Emission Reduction for Tenements
Laufzeit: 16.09.2025 - 15.09.2026
Im Projekt ASCERTEN baut die FH Aachen im Forschungsschwerpunkt „Gebäudetechnik“ ein europäisches Netzwerk auf bzw. bringt sich in ein adäquates bestehendes Netzwerk ein, das sich zum Ziel setzt, die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung von Gebäuden zu beschleunigen. Im Fokus des Vorhabens steht dabei der Bestand der Mietwohngebäude.
Aufbauend auf den Forschungsideen des SIJ und der Kooperation mit dem Softwareanbieter Equa Solutions werden ein Konsortium und ein entsprechender Arbeitsplan zusammengestellt, um einen Antrag im EU-Horizon-Call „HORIZON-CL5-2026-02-D4-03: Innovative pathways for low carbon and climate resilient building stock and built environment (Built4People Partnership)“ einzureichen.
Darüber hinaus wird eine EU-Strategie für das Themenfeld entwickelt.
Partner:
- Equa Solutions AG
Förderung:
- Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
SPUErs
Schwimmende Photovoltaik: Umweltauswirkungen und Ertragssicherung
Laufzeit: 01.10.2023 - 30.09.2026
Schwimmende Photovoltaik-Anlagen (FPV) bieten großes Potenzial für den zukünftigen regenerativen (grünen) Energiemix in Deutschland. Seit Jahren sind bereits erste Anlagen im Einsatz, zumeist auf künstlichen Gewässern wie Kiesgruben. Dennoch gibt es Wissenslücken und Unsicherheiten hinsichtlich der Auswirkungen auf die Umwelt, speziell die Gewässerökologie, sowie Beeinträchtigungen auf die technische Funktionalität durch mögliche Schneelasten.
Daher haben sich das Solar-Institut Jülich (SIJ), das Forschungsinstitut für Ökosystemanalyse und -bewertung e.V, gaiac, und die Firma HÜLSKENS zusammengeschlossen, um wissenschaftlich fundierte Daten zu Umweltauswirkungen von Floating PV-Anlagen zu erheben und zu bewerten. Geplant ist die Kooperation für mindestens drei Jahre.
Die Datenerfassung erfolgt praxisnah am Standort einer seit 2020 betrieben FPV-Anlage mit 750 KWp auf einem Kiessee der Firma HÜLSKENS im niederrheinischen Weeze, NRW. Parallel werden weitere Fragestellungen in einer Modellteichanlage in zugeschnittenen Experimenten bearbeitet. Untersuchungsgegenstand sind die Auswirkungen von FPV-Anlagen auf die Gewässerökologie sowie die technische und ökobilanzielle Optimierung von FPV-Anlagen, wobei die schwimmende Unterkonstruktion im Fokus steht. Zur Entwicklung eines optimalen Anlagenbetriebs werden Experimente zur Kühlung und Reinigung sowie insbesondere zur sicheren Reduktion von Schneelasten auf solchen Anlagen durchgeführt.
Die Kooperationspartner werden innovative Ansätze zur Ertragssteigerung und -sicherung von Floating PV testen. Die Daten aus der Versuchsanlage und dem Monitoring fließen in das bei gaiac entwickelte, dynamische Seenmodell StoLaM ein. Dieses wird im Rahmen des genannten Monitorings erweitert und mit den erhobenen Daten kalibriert, so dass im Anschluss ein validiertes Prognosetool für die Abschätzung von Umweltauswirkungen durch Floating-PV-Anlagen auch für weitere Gewässer zur Verfügung steht.
Ergänzend werden Ökobilanzierungen zur Schwimmplattform in Hinblick auf einen optimierten Lösungsansatz durchgeführt. Schließlich soll der bisherige Systemansatz für die Nutzung auf großen Seen, z. B. den Einsatz auf Tagebaurestseen, geprüft und ertüchtigt werden.
Unsere Projektpartner:
- Hülskens GmbH & Co. KG
- gaiac - Forschungsinstitut für Ökosystemanalyse und -bewertung e. V. an der RWTH Aachen
Förderung: Land NRW – Programm für rationelle Energieverwendung, regenerative Energien und Energiesparen – progres.nrw – Programmbereich Innovation
InnoFlag
Entwicklung und Validierung von geothermischen Modellen und Anlagen-konzepten mit innovativen oberflächennahen Elementen für dynamisch geregelte Wärmepumpensysteme
Projektlaufzeit: 01.10.2023 – 30.09.2026
Der Gebäudesektor steht vor der dringenden Notwendigkeit, sich dem Klimawandel anzupassen und seine Kohlenstoffemissionen zu reduzieren. Wärmepumpen bieten eine vielversprechende Lösung für eine CO2-neutrale Heizung, besonders im ländlichen Raum wächst der Markt für Wärmepumpen mit Erdkollektoren. In diesem Kontext zielt das Projekt InnoFlaG darauf ab, innovative Lösungen zu entwickeln, um die Effizienz und Zuverlässigkeit von oberflächennahen Geothermieanlagen zu verbessern.
Im Rahmen des Projekts sollen neuartige oberflächennahe Wärmetauscherelemente in Kombination mit Latentwärmespeichern, Energiespeichern und Hydraulikmodulen als funktionsfähige Einheit durch die Industriepartner entwickelt, getestet und in Wechselwirkung mit dem oberflächennahen Erdreich sowie multimodaler Regenerierung durch unsere Forschungseinrichtung modelliert werden. Die Forschungsschwerpunkte sind die Optimierung des Wärmeübergangs im Erdreich, die Vermeidung von schädlicher Bodenvereisung, die Entwicklung einer CO2-reduzierten Betriebsweise der Wärmepumpe und die Erstellung eines Systemauslegungstools für bedarfsgerechte Erdwärmekollektoren.
Insgesamt wurden im Projekt die folgenden Ziele zur Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit gesetzt:
- Erdreichmodellierung zur Simulation von Wärme- und Feuchtetransport und zur Untersuchung des saisonalen Verhaltens flacher geothermischer Anlagen
- Validierung der Simulationsmodelle durch Feldmessungen an der Geothermieanlage
- Messtechnische Beurteilung der geothermischen Komponenten
- Vergleich und Analyse der Betriebsweise zwischen getakteten und dynamisch modulierenden Wärmepumpen.
- Nutzung der Simulationsergebnisse zur Optimierung von oberflächennahen Geothermieanlagen
- Erarbeitung optimierter Systemlösungen
Projektpartner:
- Solar-Institut Jülich der FH Aachen
- Fachbereich 02 | Bauingenieurwesen der FH Aachen
- WKG Energietechnik GmbH
- GeoCollect GmbH
Gefördert durch:
- Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
- ENERGIEWENDEBAUEN Forschung für energieoptimierte Gebäude und Quartiere
EPH
Energiepark Herzogenrath - Forschung und Entwicklung
Laufzeit: 01.07.2023 - 30.06.2026
Im Rahmen des F&E-Verbundprojekts EPH_FuE werden Lösungen für die Stadt Herzogenrath entwickelt um bis zum Jahr 2030 eine CO2-neutrale Energieversorgung zu erreichen. Das SIJ bearbeitet das Teilprojekt "Floating-PV-Anlagen", bei dem ein optimiertes automatisierbares Konstruktionskonzept zur Errichtung von schwimmenden Photovoltaik-Anlagen auf dem See der Nivelsteiner Sandwerke erprobt sowie verbesserte Ertragsprognosen für Floating-PV-Anlagen erarbeitet werden.
Zu den Herausforderungen im Zusammenhang mit schwimmenden PV-Anlagen zählen die noch ungenaue Leistungsvorhersage, Schwierigkeiten bei der korrekten Abbildung von Floating-PV-Anlagen in Auslegungstools sowie die fehlende Berücksichtigung von Kostenreduzierungen durch Vorfertigung und Montage. Es wird eine Lösung entwickelt, die auf zwei Ansätzen basiert:
Erstens wird ein Anlagenmonitoring implementiert, das relevante Daten der verwendeten Module sowie der Umgebungsbedingungen erfasst und analysiert, um eine präzisere Ertragsprognose und eine effektivere Fernüberwachung zu ermöglichen.
Zweitens wird die Automatisierbarkeit der Montage von schwimmenden Photovoltaikanlagen untersucht. Hierzu werden auf dem Markt erhältliche vormontierte Teilsysteme theoretisch und praktisch getestet, um die Montage und Demontage zu vereinfachen.
Das Teilprojekt "Floating-PV-Anlagen" strebt somit die Weiterentwicklung und Optimierung dieser innovativen Technologie an.
Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.
Unsere Projektpartner:
- Siemens Energy Global GmbH & Co. KG (Projektkoordinator)
- RWTH Aachen
- Hochschule Niederrhein
- Wasserverband Eifel-Rur KdöR
- Enwor – Energie und Wasser vor Ort GmbH
- Nivelsteiner Sandwerke und Sandsteinbrüche GmbH
KlipStahl
Energieaktivierte Stahllösungen für klimapositive Gebäude
Projektlaufzeit: 01.01.2023 – 30.06.2025, verlängert bis 30.06.2026
Die Reduktion der CO2-Emissionen stellt eins der Kernziele der Energiewende dar. Besonders im Bereich der "Wärmewende“ besteht dabei ein erhöhter Handlungsbedarf, da hierbei der Anteil Erneuerbarer Energie nur 17,4 % (Stand 2022) beträgt. Einen wesentlichen Transformations-Baustein bilden hierfür Wärmepumpen, die Heizwärme durch regenerativ erzeugten Strom bereitstellen können. Um deren Einsatz und Effizienz zu steigern, müssen diese in Kopplung mit thermischen Speichern, bspw. Erdreichwärmetauschern oder Eisspeichern, betrieben werden. Da dies jedoch bisher einen hohen Beton-Einsatz und damit CO2-Ausstoß bedingt, wird als Kernziel des Projekts die Entwicklung stahlbasierter Lösungen zur Wärmegewinnung, -speicherung und -übertragung verfolgt.
Für das Aufzeigen der CO2-Reduktion und der regenerativen Eigenschaften des Energiesystems wird mit den Partnern des SIJ, dem Institut für Stahlbau –Nachhaltigkeit im Metallleichtbau (RWTH Aachen) und der FH Dortmund, ein Plus-Energie-Gebäude in Form eines digitalen Demonstrators entwickelt.
Das Vorhaben wird gefördert durch die FOSTA (Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V.), die IGF (Industrielle Gemeinschaftsforschung), die Stiftung Stahlanwendung und das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.
AlgaeFertilizerBox
Entwicklung und Bau zweier Demonstratoren zur Nährstoffrezyklierung aus Abwässern
Projektbeginn: Januar 2022
Laufzeit: 4 Jahre
Algen sind fotosynthetisch aktive Organismen und können große Mengen an Nährstoffen akkumulieren. Gezielt eingesetzt, lassen sich mit ihnen aus Abwasserströmen von Kommunen, landwirtschaftlichen Betrieben und Industrieunternehmen u. a. Phosphate und Nitrate entfernen. Sie würden so dazu beitragen die Verschmutzung von Oberflächen- und Grundwasser zu reduzieren. Die Aufarbeitung von Nährstoffen aus Abfallströmen durch Algen ist eine aufstrebende Technologie und die in solch einer Anlage gewonnene Biomasse ließe sich in Bioraffinerien weiter zu höherwertigen Produkten konvertieren.
Die auf Algen basierte Abwasserbehandlung soll im Projekt AlgaeFertilizerBox, der Fortführung des Projektes AlgaeSolarBoxes, im Bioökonomie-Revier regional helfen eine intensive Landwirtschaft ohne Erhöhung der Wasserverschmutzung umzusetzen, wobei gleichzeitig aber auch anvisiert wird sie in andere Regionen weltweit exportiert zu können. Im globalen Kontext ist die aus Abwasser (z. B. aus der Lebensmittelindustrie) gewonnene Algenbiomasse zudem eine vielversprechende stoffliche Grundlage, um die fortschreitende Desertifikation in abgelegenen Regionen einzudämmen.
Um die Machbarkeit und den Nutzen dieser neuen Technologie im "Strukturwandel" zu demonstrieren, wird ein skalierbarer Demonstrator eines mobilen Abwasserreinigungssystems entwickelt, der aus koppelbaren Modulen integriert in 20-Fuß ISO-Containern besteht. Als Demonstratoren werden vom SIJ und dem IBG-2 zwei Modelmodule gebaut:
- ein Algen-Photobioreaktor-Modul zur Wasseraufbereitung und Biomasseerzeugung und
- ein Spektral Modul, das mit einer integrierten spektralen Lichtaufspaltung effektiv Licht und Energie aus Sonnenlicht für Algen wie auch PV-Zellen liefert.
Beide Modulsysteme sind Teil des Demonstrators „Container-basierte Bioraffinerie“, die nach Fertigstellung an verschiedenen Standorten mit unterschiedlichen Abwasserbedingungen zum Testeinsatz kommen.
Projektpartner:
- Forschungszentrum Jülich / Institut für Bio- und Geowissenschaften 1: Pflanzenwissenschaften (IBG-2)
Weiterführende Links:
https://www.fz-juelich.de/de/aktuelles/news/pressemitteilungen/2021/2021-12-07-innola
https://www.biooekonomierevier.de/Innovationslabor_AlgaeSolarBoxes
Abgeschlossene Projekte
AlgNutrient - UrBioSol
Hybride Solar-Algentechnologie in pflanzlichen Nährstoffkreisläufen und automatisierte Photobioreaktorkonzepte für urbane bioökonomische Lösungsansätze
Projektlaufzeit: 01.09.2017 - 31.08.2020
Im Projekt AlgNutrient-UrBioSol arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Solarforschung und Bioökonomie gemeinsam an Lösungen, wie Mirkoalgen energie- und kosteneffizient zur Produktion von Biomasse eingesetzt werden können.
Mikroalgen sind wahre Arbeitspferde unter den Pflanzen, sie wandeln CO2 aus der Atmosphäre in Biomasse um, und zugleich können sie als natürliche "Klärwerker" Stoffe wie Phosphat, Nitrat und Schwefelverbindungen aus Abwässern filtern. Dies wird international immer mehr in verschiedenen Photobioreaktorkonzepten ausgenutzt.
Mit den Partnern wird an bestehenden und neuen lichttechnischen Systemen geforscht, die in der modernen Agrarwirtschaft zur Mikroalgenproduktion eingesetzt werden können, um das bioökonomische Potenzial von Mikroalgen wirtschaftlicher nutzbar zu machen. Zu den Entwicklungsschwerpunkten gehört der Einsatz von angepassten Materialien zur Verbesserung der Lichtausnutzung und damit der Steigerung der Gesamteffizienz der Photobioreaktoren. Am Solar-Institut Jülich werden dazu verschieden geeignete, optische Systeme zur Lichtlenkung und -konzentration erforscht. Neben theoretischen Studien in Form von Raytracing Simulationen werden zudem erste Prototypen der Photobioreaktoren konstruiert und realisiert, die zur Validierung optisch vermessen werden.
Projektpartner:
- Institut für Bio- und Geowissenschaften - Pflanzenwissenschaften des Forschungszentrums Jülich
- Lomonosov Moscow State University
- Kurtschatow-Institut
Brainergy Park - MachBrain
Machbarkeitsstudie zur Energieversorgung des Brainergy Park Jülich
Was als Planung eines interkommunalen Gewerbegebiets mit einem klassischen Ansiedlungsmix auf dem ehemaligen Gelände der „Deutschen Welle“ begann, hat dank der aktiven Beteiligung vieler regionaler Treiber (Kommunen, Kammern, Forschung und Wirtschaft) eine Innovationsdynamik erreicht, die auch überregional ihresgleichen sucht. Vor dem Hintergrund des Strukturwandels im Rheinischen Revier und mit der einzigartigen regionalen Forschungslandschaft für die Themen Energie und Digitalisierung im Rücken gehen die Initiatoren – dies sind die Kommunen Jülich, Niederzier und Titz – gemeinsam ein nachhaltiges Leuchtturmprojekt der Energiewende an.
Das Projektziel des SIJ ist die Unterstützung der Planung und Integration eines Energiekonzepts für den Brainergy Hub, dem zentralen Büro-, Konferenz- und Verwaltungsgebäude mit technischer Infrastruktur und Reallabor. Dieser wird zu einer überregionalen thematischen Kommunikation- Veranstaltungs- und Wissenstransferplattform (Fachworkshops, Symposien, Branchen-, und Verbandstreffen und Events). Weiter wird er eine Schnittstelle und ein Kommunikationskanal in und für die Region sein, in dem Bürger, Unternehmen und Stakeholder in Form einer Wissenstransferplattform über den Strukturwandel als auch über akteursspezifische Chancen und Maßnahmen im Kontext der Energiewende informiert werden.
Hierfür werden Energiekonzepte mit unterschiedlichen Zielsetzungen erarbeitet und ein Anforderungskatalog mit hohem Innovationsgehalt und Möglichkeiten zur Zertifizierung, von der grauen Energie, über den Betrieb des Gebäudes bis hin zur Nutzung regenerativer Energiequellen, mit dem Ziel ein klimapositives Gebäude zu errichten, erstellt. Das finale Energiekonzept und die Anforderungen dienen als Planungsgrundlage für den Planer-Wettbewerb.
Unsere Aufgaben:
- Erstellung der Planungsunterlagen/Ausschreibungsunterlagen für die Detailplanung für das Hub-Zentralgebäude
- Erstellung der Lastenhefte für die TGA und das LowEx-Netz (dies sind die maximalen räumlich und zeitlich verteilten Leistungen, Gradienten, Bauvolumen…)
- Erstellung des Lastenhefts/Ausschreibungsunterlagen für die Detailplanung des Mobilitätskonzepts
- Gebäudesimulation und Anlagen Auslegung unter Benutzung der Carnot-Toolbox
BIM_Scan
Erkennung von Raumgeometrien und Wandaufbauten für die effiziente Gebäudeanalyse
Laufzeit: 01.02.2021 – 31.01.2024
Förderung durch: BMWi im Programm Energieoptimiertes Bauen (ENOB)
Förderkennzeichen: 03EN1024 A-C
Partner:
- Solar-Institut Jülich (SIJ) der FH Aachen (Koordinator),
- Hottgenroth Software GmbH (HS),
- Hochschule Düsseldorf, Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik (HSD)
Heutzutage haben wir nur Technologien wie Laserscanner und Kamerasysteme, um digitale Zwillinge von bestehenden Gebäuden zu erstellen, aber für Renovierungszwecke ist es eine nützliche und zukunftsweisende Lösung, durch Wände hindurchzusehen und die innere Struktur zu untersuchen, um Details der Wandaufbauten zu erkennen. Genau diese Aufgabe kann mit Hilfe eines Radargeräts zerstörungsfrei und gefahrlos erfüllt werden.
Das mit einem Radargerät erzeugte Radargramm ist nur dann hilfreich, wenn ein geübtes Auge darauf schaut, und kann nicht von jedermann interpretiert werden. Im Rahmen dieses Projekts erstellen wir am SIJ daher einen umfangreichen Messdatensatz, der halbautomatisch über ein integriertes Portalsystem mit Hilfe geeigneter Referenzwände und Dämmstoffe erfasst wird und als Grundlage für das Training eines künstlichen neuronalen Netzes (KNN) für ein automatisches Erkennungssystem dient.
Die Netzwerktopologien werden mit Hilfe von Modelldateien im IFC-Format, einem offenen Dateiformat, das von Building Information Modeling (BIM)-Programmen verwendet wird, ausgewählt und entsprechend umgesetzt. Sie enthält ein Modell eines Gebäudes oder einer Anlage, einschließlich räumlicher Elemente, Materialien und Formen.
Coolplan
Berechnungs- und Auslegungstool zur energieeffizienten Kühlung von Gebäuden mit thermisch angetriebenen Kältemaschinen und umschaltbaren Wärmepumpensystemen
Projektlaufzeit: 01.12.2013 - 30.11.2016
Für die Kühlung von Gebäuden ist grundsätzlich eine Vielzahl von Technologien und Systemen verwendbar. Bei der Planung dieser Kühlsysteme sind Simulations- und Planungswerkzeuge notwendig, um das vielfältige Angebot an konventionellen und innovativen Kühltechnologien abbilden und vergleichen zu können. Aber insbesondere zu thermisch angetriebenen Kältemaschinen fehlen bislang geeignete Werkzeuge. Mit thermisch angetriebenen Prozessen sind sowohl mit solarer Wärme angetriebene Kältemaschinen (Solare Kühlung) gemeint als auch jene, die durch Abwärme, bspw. von Blockheizkraftwerken, angetrieben werden. Daneben existieren mit reversiblen Wärmepumpen weitere energieeffiziente Kühltechnologien, die passiv und/oder aktiv betrieben werden können. Weil bislang geeignete Planungs- und Berechnungstools fehlen, wird ein objektiver Technologievergleich mit Blick auf Effizienz und Wirtschaftlichkeit erschwert. Einen Beitrag zur Schließung dieser Lücke leistet das Projekt Coolplan.
Projektpartner:
- Hochschule Düsseldorf
- Zentrum für Innovative Energiesysteme
- ETU
Dessert
Entwicklung von Konzepten, Komponenten und Systemlösungen für die Nutzung von Gebäuden als dezentrale Schnittstelle zwischen Wärme- und Strommärkten mit hohem Anteil erneuerbarer Energietechniken
Projektlaufzeit: Januar 2014 - Dezember 2017
Der steigende Einsatz von Technologien der Erneuerbaren Energien zur Deckung des Energiebedarfs erfordert die Entwicklung von technischen Lösungen für ein effizientes, flexibles sowie kostengünstiges Erzeugungs- und Lastmanagement.
Ein interdisziplinärer Forschungsverbund bestehend aus dem Solar-Institut Jülich und den Fachbereichen Energietechnik, Elektro- und Informationstechnik sowie Bauingenieurwesen der Fachhochschule Aachen widmet sich der Herausforderung, Gebäude mit Wärmepumpen (WP) beziehungsweise Blockheizkraftwerken (BHKW) und thermischer Speicherfähigkeit auszustatten. So fungiert sie als Schnittstelle zwischen Strom- und Wärmemarkt und trägt zum Ausgleich von Fluktuationen im Stromnetz bei.
Das zu entwickelnde Konzept umfasst neben Erzeugermanagement und Gebäude-Lastmanagement auch die Mensch-Maschine-Kommunikation. Hierdurch eröffnet sich die Möglichkeit Überkapazitäten im schwankenden Energieangebot aus Erneuerbaren Quellen effizient zu nutzen und das Stromnetz durch die Bereitstellung von positiver und negativer Regelleistung zu stabilisieren. Am Beispiel eines fiktiven Referenzgebäudes (Hardware-in-the-loop, Simulation) wird das Potenzial des Konzepts ermittelt, wobei insbesondere der Entscheidungsspielraum für den Betreiber im Wirkungsgefüge von BHKW, Wärmepumpe und Speicherfähigkeit unter Berücksichtigung der Wetter- und Nutzungsprognose sowie der Anforderungen aus dem Stromnetz aufbereitet und dargestellt wird.
Projektförderung:
EasyPlug
Entwicklung eines katalytisch aktiven SCR-Drahtgestrick-elements zur Erst- und Nachrüstung der Abgasnachbehandlung von diesel-betriebenen Block-Heiz-Kraftwerken mit einer Leistungsklasse bis 50 kW
Projektlaufzeit: 01.07.2022 - 31.01.2025
Ziel des vorliegenden ZIM-Projekts ist die Entwicklung eines neuartigen SCR-Drahtgestrickelements für die Abgasnachbehandlung, um die bei der Verbrennung von Kraftstoffen im Motor entstehenden Stickoxiden (NOx) weitestgehend abzubauen. Das anvisierte KAT-System ist für kleine BHKWs mit einer Leistung bis zu 50 kW ausgelegt und sowohl für die Erstausrüstung als auch für die Nachrüstung von bereits installierten Abgassystemen von BHKWs geeignet. Dabei soll ein hoher Wirkungsgrad des SCR-Katalysators von ≥ 95 % erreicht werden.
Für die Auslegung der Drahtgestrickelemente bedarf es einer neuartigen CFD-Strömungssimulation, mit der erstmals die Modellierung von komplexen, mehrschichtigen Drahtgestricken und deren abgastechnische Eigenschaften durchgeführt werden können. Diese Entwicklung sowie Versuchsreihen zur Validierung der Berechnungen übernimmt das Solar-Institut Jülich der FH Aachen.
Eine weitere Entwicklung innerhalb von „EasyPlug“ besteht in der Automatisierung des kombinierten Herstellungsprozesses der Drahtgestrickelemente, die zu großen Teilen aktuell per Hand gewickelt werden und dadurch keine ganzheitlich reproduzierbare Qualität gewährleistet werden kann. Diese Generierung konstanter Qualität und das damit verbundene garantierte Stickoxidabbauvermögen soll durch die Automatisierung und Verbindung der einzelnen Komponenten (Stricken, Wickeln, Verpressen) ermöglicht werden.
Der Kooperationspartner eloona GmbH entwickelt die Geometrie der Drahtgestrickelemente auf Basis der simulativ ermittelten, optimalen Fertigungsparameter. Hierbei werden die entwickelten Geometrien im Speziellen auf ihre Beschichtungsfähigkeit erforscht und zusätzlich eine optimale Beschichtungsmethodik entwickelt.
FH Aachen | Markus Sauerborn
Grüne Talachse
Studie zur energetischen Transformation der Industrie entlang der „Grünen Talachse“ in der Kupferstadt Stolberg
Projektlaufzeit: Februar 2022 – August 2022
Die umlaut SE, das Institut NOWUM-Energy und das Solar-Institut Jülich wurden von der Kupferstadt Stolberg, der StädteRegion Aachen, der IHK Aachen und der AGIT mbh mit der Durchführung einer Studie zur klimagerechten Transformation der Industrie in Stolberg beauftragt. Diese Studie steht im Kontext der Herausforderungen des Strukturwandels und der Energiewende in der Region Aachen sowie den Wiederaufbau-Bestrebungen nach dem Hochwasser im Juli 2021. Das Vorhaben wird von einem Großteil der dort in der Stolberger Talachse angesiedelten Industrieunternehmen unterstützt. Das Ziel der Studie ist die Erstellung einer Roadmap zur Dekarbonisierung der Stolberger Industrie und eines Förderantrags für ein Kernprojekt, das den Beginn dieser Roadmap darstellt.
Zu Beginn der Studie werden mit Hilfe eines Fragebogens und Begehungen der teilnehmenden Industrieunternehmen grundlegende Verbrauchs- und Prozessdaten gesammelt und hinsichtlich Energieeinspar- und Substitutionspotenzialen analysiert. Des Weiteren werden die Potentiale der gesamten Region Stolberg für den weiteren Ausbau einer regenerativen Energieversorgungsinfrastruktur betrachtet. Auf dieser Basis werden Projektideen zur klimafreundlichen Transformation der Talachse entwickelt. In Absprache mit den Auftraggebern und den Industrieunternehmen wird eine Kernprojektidee bestimmt, für welche ein passendes Förderprogramm identifiziert und ein Förderantrag ausgearbeitet wird. Dieser Förderantrag wird zum Projektabschluss zusammen mit der Roadmap, in welcher auch die anderen erarbeiteten Projektideen enthalten sind, zur Einreichung an den Auftraggeber übergeben.
Projektpartner:
- umlaut SE
- Institut NOWUM-Energy der FH Aachen
Auftraggeber:
- Kupferstadt Stolberg
- StädteRegion Aachen
- Industrie- und Handelskammer Aachen
- Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer mbH
Exairgie
Nutzung der Wärme des Abwassers zur Versorgung von Wärmepumpen in Einfamilienhäusern
Projektlaufzeit: 01.03.2007 - 31.12.2010
Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Konzepts, die Wärme der im Abwasserkanal enthaltenen Luft über eine Wärmepumpe zu Heizzwecken zu nutzen. Dabei soll die in der Luft enthaltene Enthalpie über einen Wärmetauscher an den Solekreis übertragen werden. Nach der Analyse des thermischen Angebots der Kanalluft und der Vermessung des Energieinhalts wird eine Geruchsfilter- und Gasanalyse durchgeführt. Hierbei wird das Explosionsrisiko der Kanal-Abluft sowie deren Keimbelastung erforscht.
Anschließend wird ein Filter unter geruchstechnischen Gesichtspunkten entworfen. Zuletzt wird eine Pilotanlage in einem Einfamilienhaus installiert und über eineinhalb Jahre vermessen und optimiert
Projektförderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Programm FHProfUnt
Projektpartner:innen:
- Wallstein
- Umwelttechnik GmbH
- B+W GmbH
LOCAL+
Ein kreislauffähiger Holzmodulbau mit nachhaltigem Energie- und Wohnraumkonzept
Projektlaufzeit: Juli 2020 – Aug 2022
„LOCAL+ ist mehr als nur Wohnen - wir bringen Bewegung in dein Leben!“ - das ist die Vision, mit der das Team der FH Aachen an dem Wettbewerb Solar Decathlon Europe 21/22 teilnimmt. Solar Decathlon ist ein internationaler Hochschulwettbewerb für Architektur- und Ingenieurstudenten, um ein innovatives, hochenergieeffizientes, solarbetriebenes Haus zu entwerfen, zu entwickeln und demonstrieren.
Das Solar-Institut Jülich ist Projektpartner für die Entwicklung innovativer und nachhaltiger Energiekonzepte. Mit Studierenden aus Smart Building Engineering (FB02) und Energietechnik (FB10) wurde ein innovatives Energiekonzept für ein Wohnquartier entwickelt, das aus zentralem Wasserstoffspeicher, Eisspeicher, photovoltaisch-thermischen Kollektoren, einer Batterie und einem innovativen Heiz- und Kühlsystem mit intelligenter Steuerung besteht. Nach einer Vielzahl von thermischen Gebäude- und Energiesystem-Simulationen wurde ein optimaler Gebäude-Entwurf ausgewählt und später ein optimales Energiekonzept gefunden. Anschließend wurde ein sechsstöckiges Haus als Design Challenge des Wettbewerbs detailliert geplant. Da Nachhaltigkeit im Mittelpunkt des Projekts steht, wurden die Materialien systematisch ausgewählt und die Ökobilanzierung des Gesamthauses durchgeführt, um das gebundene CO2 sowie den CO2-Ausstoß während des Betriebs zu reduzieren. Das Projekt wurde durch zahlreiche Industriepartner unterstützt.
Das Haus wurde Ende Mai 2022 zur Wettbewerbsphase nach Wuppertal transportiert, wo das komplette Haus in zwei Wochen errichtet wurde. Der Wettbewerb fand vom 10.06.2022 bis 26.06.2022 statt, bei dem ein voll funktionsfähiges Haus vom SDE-Organisator überwacht wurde, um Daten zu Komfort, Hausfunktionen und Energiebilanz zu sammeln. Als Endranking erreichte das Team der FH Aachen den 5. Platz mit 745 Punkten von 1000, während das Team im Subcontest „Gebäudetechnik & Bauphysik“ den zweiten Platz sowie einen „Solar Award“ als „Out of Contest“ Kategorie aufgrund der guten Integration von Solaranlagen und ganzjähriger Lösung für Heizung, Kühlung und Warmwasserbereitung durch Solarnutzung erhielt.
Das Demonstrationsgebäude der FH Aachen verbleibt nach den Wettbewerben mindestens drei Jahre in Wuppertal, zusammen mit weiteren sieben Gebäuden für die von der Uni Wuppertal initiierten Forschungsaktivitäten „Living Lab NRW“.
Informationen zum Ergebnis des Wettbewerbs finden Sie hier: https://sde21.eu/results
Website des Teams FH Aachen: https://www.team-localplus.com/
Projektpartner: Fachbereich 01 Architektur, Solar-Institut Jülich
Motorenprüfstand
Intelligente Abwärmenutzung in Kombination mit einem effizienten und zuverlässigen Abgasreinigungssystem sind Schlüssel zu einer innovativen Abgastechnologie
Seit dem Sommer 2016 steht dem Solar-Institut Jülich der Fachhochschule Aachen auf dem Campus Jülich ein, dem neusten technischen Standard entsprechender, Diesel-Motorenprüfstand für die Forschung und Entwicklung zur Verfügung.
Auf dem Motorenprüfstand wird aktuell ein aufgeladener 4-Zylinder-Diesel-Motor (55,4 kW) der Firma Deutz vermessen und in verschiedenen Forschungsvorhaben eingesetzt.
Die Vermessung von Abgasen (chemische Zusammensetzung, Analyse fester Bestandteile), Leistungsbestimmung von Motoren sowie Kraftstoff-Verbrauchsmessungen komplettieren einen multifunktionalen Dieselmotorenprüfstand. Die am neuen Dieselmotorenprüfstand durchgeführten Forschungsprojekte mit dem Schwerpunkt "Innovative Diesel-Partikel-Filter, Mischer für die selektive katalytische Reduktion und Komponenten zur Wärmerückgewinnung" stärken vor allem den erklärten Forschungsschwerpunkt "Mobilität" der Fachhochschule Aachen. Durch den besonderen individuellen Aufbau des Prüfstandes ist auch der Betrieb mit alternativen Kraftstoffen möglich.
Gefördert durch:
- Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
- Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen
Plus 2 - Stahl
Integrale Lösungen für Plusenergiegebäude 2.0 in Stahlleichtbauweise
Projektlaufzeit: Dezember 2017 - Mai 2020
Ab dem Jahr 2020 soll die Versorgung von Neubauten möglichst weitgehend unabhängig von fossilen Energieträgern erfolgen, so dass bei der Konzeption und Realisierung zukünftiger Neubauten neben der Senkung des Heizwärmebedarfs auch die Anlagentechnik und Beleuchtung sowie die Nutzung erneuerbarer Energien miteinbezogen werden müssen und eine ganzheitliche Betrachtung, Bewertung und Optimierung hinsichtlich Energiebedarf und Energiebereitstellung notwendig wird. Durch Energiemanagement und -speicherung im Gebäude wird dabei zusätzlich eine weitere Entlastung der Energieversorgungsinfrastruktur angestrebt (Plusenergie 2.0).
Ziel des Projekts ist es, Lösungen für Plusenergiegebäude in Stahlleichtbauweise zu untersuchen, zu erproben, zu optimieren und daraus Handlungsempfehlungen für zukunftsfähige Gebäudekonzepte abzuleiten. Dazu werden kombinierte stationäre und instationäre numerische Verfahren eingesetzt, welche sowohl die Optimierung der Gebäudehülle als auch den Einsatz von einzelnen Stahllösungen, wie gebäudeintegrierter PV/Solarthermie, stahlpfahlbasierter Geothermie sowie neuartiger Flächenheiz- und Kühlelemente aus Stahl, anhand architektonischer Entwürfe ermöglichen. Darauf basierend werden die Einsatzmöglichkeiten des Werkstoffs Stahl in experimentellen Untersuchungen praktisch erprobt. Hierzu werden Prototypen entwickelt und deren Leistungsfähigkeit erfasst und evaluiert. Schließlich werden die einzelnen Lösungen zu einer optimierten integralen Gesamtlösung weiterentwickelt und das Zusammenwirken im Gesamtgebäudekontext bewertet.
Als Projektergebnis entstehen ganzheitliche Konzepte für Plusenergiegebäude, die allen planenden und ausführenden KMUs zur Verfügung stehen um zukunftsfähige, energetisch optimierte Gebäude in Stahlleichtbauweise zu bauen.
Projektpartner:
- Fachhochschule Dortmund
- RWTH Aachen
Projektförderer:
- Forschungsvereinigung Stahlanwendung e. V.
AlgeaSolarBoxes
Entwicklung und Bau zweier Demonstratoren zur Nährstoffrezyklierung aus Abwässern
Projektbeginn: Januar 2020
Laufzeit: 1,5 Jahre
Algen sind fotosynthetisch aktive Organismen und können große Mengen an Nährstoffen akkumulieren. So können sie beispielsweise zur Entfernung von Nitraten und Phosphaten aus Abwasserströmen beitragen und damit die Verschmutzung von Oberflächen- und Grundwasser zu reduzieren helfen. Die Aufarbeitung von Nährstoffen aus Abfallströmen durch Algen ist eine aufstrebende Technologie, die regional im Bioökonomie-Revier helfen soll eine intensive Landwirtschaft ohne Erhöhung der Wasserverschmutzung umzusetzen, gleichzeitig aber auch in andere Regionen weltweit exportiert werden kann. Die gewonnene Biomasse kann aber auch in Bioraffinerien weiterverwendet werden und zu höherwertigen Produkten konvertiert werden. Im globalen Kontext ist die aus Abwasser (z. B. aus der Lebensmittelindustrie) gewonnene Algenbiomasse auch eine vielversprechende stoffliche Grundlage, um die fortschreitende Desertifikation in abgelegenen Regionen einzudämmen.
Um die Machbarkeit und den Nutzen dieser neuen Technologie im "Strukturwandel" zu demonstrieren, wird ein skalierbarer Demonstrator entwickelt, der aus koppelbaren Modulen auf der Basis von 20-Fuß ISO-Containern besteht. Als Demonstratoren werden vom SIJ und dem IBG-2 zwei Module gebaut; ein Algen-Photobioreaktor-Modul und ein Spektral Modul, das Licht und Energie aus Sonnenlicht liefert. Beide Systeme sind Teil des Demonstrators „Container-basierte Bioraffinerie“.
Projektpartner:
- Forschungszentrum Jülich / Institut für Bio- und Geowissenschaften 1: Pflanzenwissenschaften (IBG-2)
BiStro
Bauwerksintegrierte thermische Speicherung für das Lastmanagement von Stromnetzen mit hohem Anteil erneuerbarer Energiequellen
Projektlaufzeit: September 2013 - Juni 2017
Mit dem Fortschreiten der Energiewende werden die Stromnetze zunehmend mit fluktuierenden erneuerbaren Energieträgern durchdrungen. Dies bedingt die dringende Notwendigkeit zur Bereitstellung kostengünstiger Stromspeicher oder entsprechender Lastmanagement-Optionen.
Im Rahmen dieses Vorhabens untersucht das Solar-Institut Jülich der FH Aachen gemeinsam mit seinen Forschungspartnern Viessmann, DuPont de Nemours, RWTH Aachen und Infrawest die Option der Energiespeicherung durch mit Wärmepumpen beheizte und mit thermischer Speicherfähigkeit ausgestattete Gebäude als Schnittstelle zwischen Strom- und Wärmemarkt. Dabei soll die Energiespeicherfähigkeit mit integrierten Latentwärme-Speichermaterialien deutlich erhöht werden. Eine erfolgreiche Umsetzung erfordert die Einbeziehung folgender Aspekte: Anpassung der Niedertemperaturwärmequelle, vorausschauende Regelung und gebäudeseitiges Lastmanagement, thermische Behaglichkeit, benötigte und zulässige Temperaturniveaus. Es wird ermittelt, wie Strombezugspreise an das Über- beziehungsweise Unterangebot angepasst werden müssen, so dass eine Refinanzierung der Zusatzinvestitionen erreicht wird.
Bei erfolgreichem Projektabschluss steht dem Markt ein System zur Verfügung, mit dem einerseits eine hohe negative Regelleistung (ca. 5 GW bei 1 Million Anlagen) dezentral aktiviert und andererseits eine passive Speicherkapazität von einigen 100 GWh zum Ausgleich von Schwankungen der erneuerbaren Energiequellen bereitgestellt werden kann.
Projektförderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektpartner:innen:
- Du Pont
- Infrawest
- RWTH Aachen
- Viessmann
Coolplan-Air
Fortentwicklung und Feld-Validierung eines Berechnungs- und Auslegungstools zur energieeffizienten Kühlung von Gebäuden mit luftgestützten Systemen und innovativer Anlagentechnik
Projektbeginn: 01.03.2017
Für die Kühlung von Gebäuden ist grundsätzlich eine Vielzahl von Technologien und Systemen verwendbar. Bei der Planung dieser Kühlsysteme sind Simulations- und Planungswerkzeuge notwendig, um das vielfältige Angebot an konventionellen und innovativen Kühltechnologien abbilden und vergleichen zu können. Weil bislang geeignete Planungs- und Berechnungstools fehlen, wird ein objektiver Technologievergleich mit Blick auf Effizienz und Wirtschaftlichkeit erschwert. Einen Beitrag zur Schließung dieser Lücke leistet das Projekt "Coolplan-AIR".
Hauptziel des Projektes ist es, das im Vorgängerprojekt "Coolplan" entwickelte Planungstool für effiziente Technologien zur Kühlung von Gebäuden, die auf flüssigen Wärmeträgern basieren, auf luftgestützte Systeme zu erweitern. Hierzu zählen unter anderem VRF-Multisplit-Systeme, adiabate Kühlsysteme und Luft-Luft-Wärmepumpen. Daneben werden innovative Anlagen zur solaren Kühlung integriert und es sollen Vermessungen der Gesamtsysteme anhand von Praxisanlagen im Feld erfolgen.
Projektpartner:
- ETU
- Hochschule Düsseldorf
- Zentrum für Innovative Energiesysteme
DyLCA
Entwicklung eines Verfahrens zur Bewertung, Optimierung und Steuerung netzdienlicher Versorgungstechnik in Gebäuden und Quartieren unter Berücksichtigung dynamischer LCA
Projektlaufzeit: Januar 2019 - Dezember 2023
Die primäre Zielstellung des Forschungsvorhabens ist die Erarbeitung eines Verfahrens zur ökologischen Bewertung, Optimierung und Steuerung für gebäudetechnische Anlagen auf Basis einer dynamischen Lebenszyklusanalyse, wobei sowohl kurzfristige (stündliche Schwankungen der spezifischen Emissionen (g CO2/kWh) der Stromerzeugung) als auch langfristige (Dekarbonisierung des Strommarkts) Effekte einfließen. Im Vorhaben werden aktuelle Szenarien angesetzt, die den sich dynamisch entwickelnden Energiemarkt über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten simulatorisch abbilden. Dementsprechend werden zeitlich hoch aufgelöste Datensätze der ökobilanziell wirksamen Emissionen generiert. Diesbezüglich besteht die Bestrebung in der Fortentwicklung eines Simulationswerkzeugs in MATLAB/Simulink zur dynamischen Simulation wärmetechnischer Systeme mit den zusätzlichen Sektoren Strommarkt und Verkehr in Kombination mit einer begrenzten Lastflussberechnung für das jeweils zu untersuchende Stromversorgungsnetz und ein frei definierbares Bilanzgebiet. Das Verfahren soll sowohl auf einzelne Gebäude als auch auf Quartiere anwendbar sein.
Projektpartner:
- Viessmann Werke GmbH & Co. KG
- ina Planungsgesellschaft mbH
Projektförderer:
- Bundesministerium für Bildung und Forschung
Gtom
Gebäudetomograph - Messsystem für schnelle und genaue energetische Analysen von Gebäudehüllen für Gebäude und Quartiere
Projektlaufzeit: 01.11.2016 - 31.10.2019
Dieses Verbundprojekt zielt darauf, die Grundlagen für ein Fernerkundungsmess- und Analysesystem zu legen, mit dem Gebäudehüllen analysiert, Schwachstellen identifiziert und Ursachen für erhöhte Energieverluste erkannt werden können. Auf diese Weise soll eine genaue Planung von Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden und perspektivisch an Gebäudegruppen ermöglicht werden, wobei eine Optimierung des Ressourcenverbrauchs und die Minimierung der Amortisationszeit im Zentrum steht.
Die beteiligten DLR-Institute für Solarforschung, Hochfrequenztechnik und Radarsysteme, Methodik der Fernerkundung und Optische Sensorsysteme besitzen langjährige Erfahrung im Bereich der Sensortechnik und in der Analyse komplexer Energiesysteme. Das Solar-Institut Jülich seinerseits hat jahrelange praktische Erfahtung in der energetischen und bauphysikalischen Beurteilung von Gebäuden und der Planung von Sanierungsmaßnahmen. Die Ausstattung und die Erfahrungen des Solar-Institutes Jülich werden mit dem Ziel in das Vorhaben eingebracht, das zu entwickelnde Messsystem hinsichtlich Umfang und Genauigkeit der erfassten Daten zu untersuchen und eine umfangreiche Datengrundlage zur Validierung zu generieren.
Gefördert durch:
- Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des 6. Energieforschungsprogrammes der Bundesregierung mit dem Förderschwerpunkt "Energieoptimierte Gebäude und Quartiere"
Koordinator und Verbundpartner:
- Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V.
LANUV - Wärmestudie
Projektlaufzeit: 31.05.2023 - 20.05.2024
NRW hat ebenso wie der Bund das Ziel, bis 2045 die Wärmeversorgung vollkommen zu dekarbonisieren. Dafür muss unter anderem der Raumwärme- und Warmwasserbedarf von 123 bis 148 TWh/a im Jahr 2045 komplett durch klimafreundliche und erneuerbare Energien gedeckt werden. In der Studie, die von einem Konsortium bestehend aus den Instituten Fraunhofer IFAM, IEG, UMSICHT, der Hochschule Bochum und dem Solar-Institut Jülich bearbeitet wird, wurden alle relevanten Wärmeerzeugungsoptionen analysiert und deren energetisches Potenzial ermittelt. Das größte bereitstehende Potential für das Jahr 2045 wurde ermittelt bei der oberflächennahen Geothermie mit einem Potenzial von 135 TWh/a, der (mittel-)tiefen Geothermie (hydrothermal) mit 38 TWh/a sowie bei der industriellen Abwärme mit einem Potenzial von 35 TWh/a. Aber auch weitere Wärmequellen wie die Abwärme von Elektrolyseuren oder Rechenzentren, weisen ein regional bedeutsames Potenzial auf. In der Studie wurde auch erstmalig das Potenzial der Freiflächensolarthermie in NRW untersucht.
Mit der Potenzialstudie zur Wärmeversorgung in NRW unterstützt das LANUV die Städte und Kommunen bei der Erstellung kommunaler Wärmepläne nach dem Wärmeplanungsgesetz. Das Gesetz sieht vor, den Bestand und das Potenzial regional zu ermitteln und anschließend in einer Szenarienanalyse zu beschreiben, wie innerhalb des Gemeindegebiets eine klimaneutrale Wärmeversorgung erreicht werden kann. Mit den vom LANUV erhobenen Daten, wird den Kommunen die Wärmeplanung erleichtert, da die landesweiten Daten als Grundlage dienen können und somit nicht von jeder Gemeinde eigens erhoben werden müssen. Alle in der Studie erhobenen Ergebnisse stehen nach Fertigstellung als Geodaten frei zum Download bereit.
Projektpartner:
- Fraunhofer IFAM
- Fraunhofer IEG
- UMSICHT
- Hochschule Bochum
- Solar-Institut Jülich der FH Aachen
Lindenallee
Die SEG Jülich plant ein Neubaugebiet für teilweise Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie eine Kita und einen Gesundheitsbetrieb. Zusätzlich sollen mindestens 8 Grundstücke für sog. „Tiny Houses“ angelegt werden.
Im Auftrag der Stadtwerke Jülich (SWJ) und der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) erstellt das SIJ in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-IEG eine Energiekonzeptstudie, welche die folgenden Punkte umfasst:
- Annahmen zum Wärme-/Kälte- und Strombedarf sowie weiterer relevanter Parameter werden mit dem AG abgestimmt.
- Definition von Referenz-Gebäuden im KfW55-Standard mit Luft-Wasser-Wärmepumpen, PV-Anlagen und einer Wallbox mit 11 kW Ladeleistung.
- In einem ersten Schritt werden 10 alternative Konzeptvarianten inkl. netzbasierter Lösungen entwickelt, beschrieben und mittels pauschaler Erfahrungswerte bzgl. technischer und wirtschaftlicher Eigenschaften nach dem Typtage-Verfahren dimensioniert und bewertet. Eine Bewertungsmatrix wird mit dem AG abgestimmt.
Gemeinsam mit SEG/SWJ werden drei Varianten ausgewählt, die im Anschluss genauer in dynamischen Simulationsrechnungen bewertet und optimiert werden. Hierbei werden auf Basis von Wetterdaten (1 aktuelles, 1 zukünftiges Jahr) Bedarfsszenarien berechnet, wobei Gesamtbedarf und Spitzenlast ermittelt werden. Eine Investitions- und Betriebskostenschätzung wird jeweils durchgeführt sowie eine Klimawirksamkeitsbetrachtung in CO2-Äquivalenten. Die Robustheit der Berechnungen wird dabei durch Sensitivitätsanalysen (Wetter, Lastprofile, wesentliche Kostenannahmen) überprüft.
Foto: FH Aachen | Joachim Göttsche
QatDLR
Innovative Energieversorgung für Qatar und die arabische Halbinsel
Projektlaufzeit: August 2012 - Juni 2015
Die Realisierung einer innovativen Energie- und Wasserversorgung von Gebäuden und gewerblichen Anlagen erfordert die Erarbeitung von Möglichkeiten und Rahmenbedingungen. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem Green Building Council (Emirat Katar) bearbeitet das SIJ diese Fragestellung zur Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden.
Im Vordergrund steht dabei die Unterstützung konkreter Projekte, wie etwa das Baytna Passivhaus. Das SIJ erarbeitet Konzepte zur Erhöhung der Energieeffizienz im Gebäude- und Anlagenbereich. Hierzu werden auf der Grundlage von Gebäudeanalysen sowie dynamischen Simulationsrechnungen und Messungen von Energieströmen und Medientemperaturen der Energieverbrauch und die Energieeffizienz ausgewählter Objekte analysiert. Basierend auf dynamischen Gebäude- und Anlagensimulationsmodellen werden Optimierungslösungen entwickelt, die zu einer deutlichen Reduktion im Energieverbrauch führen. Die Machbarkeitsstudien betreffen, angesichts des vorherrschenden Klimas, vorrangig die Gebäudekühlung und berücksichtigen lokale Randbedingungen, Anforderungen des allgemeinen thermischen Komforts und verfügbare Technologien. Möglichkeiten zur Nachrüstung gebäudeintegrierter erneuerbarer Energiequellen haben Vorrang vor einem Neubau oder der Totalsanierung.
Projektförderung: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
ScoSco
Solarkollektoren mit statischen Konzentratoren für solarthermische Anwendungen auf mittlerem Temperaturniveau
BMBF-Projekt im Rahmen des Deutsch-Griechischen Forschungs- und Innovationsprogramms (BMBF/GSRT: German-Greek Research and Innovation Programme)
Projektlaufzeit: März 2018 - Februar 2022
Projektleiter: Prof. Dr.-Ing. Spiros Alexopoulos
Im Projekt ScoSco sollen Solarkollektoren mit fest installierten Konzentratoren entwickelt werden. Auf diese Weise können gebäudeintegrierte Kollektorsysteme für den Einsatz im mittleren Temperaturbereich (ca. 100-250 °C) aufgebaut werden. Dazu werden Mikrospiegelmodule mit einer relativ kurzen Brennweite von ca. 1,5 m eingesetzt, die das Sonnenlicht bis zu 40-fach konzentriert auf einen kleinen und hocheffektiven Receiver bündeln.
Im Projekt ScoSco kooperiert das Solar-Institut Jülich der FH Aachen (SIJ) mit der griechischen Universität Patras und den Industriepartnern Hilger GmbH, Heliokon GmbH sowie der griechischen Fa. Calpak S.A.
Der Schwerpunkt des SIJ liegt auf dem Bereich der geometrischen, thermischen und hydraulischen Simulation und Auslegung, der Bestimmung der einzusetzenden Materialien und der Ermittlung der optimalen Betriebsweise des neu zu entwickelnden Kollektorsystems durch Berechnungen und Tests unter Laborbedingungen.
Die neuen Kollektoren werden mit zwei auf dem Markt erhältlichen kostengünstigen Typen verglichen: einem effizienten Flachkollektor und einem Vakuumröhrenkollektor, jeweils mit flachen Spiegeln zur Erhöhung der solaren Strahlungsintensität ausgestattet, um Betriebstemperaturen und Energieertrag zu steigern. Die Kollektoren werden für den Einsatz im Temperaturbereich von 100 °C bis 250 °C optimiert, um Wärme für Industrieprozesse, Meerwasserentsalzung, Wasseraufbereitung und Kälteerzeugung bereitzustellen.
Es wird angestrebt im Rahmen des Projekts Prototypen aufzubauen und sowohl im Labor als auch im Außenbereich gründlich zu testen (Technology Readiness Level 5-6). Aufbauend auf das Projekt wird im Erfolgsfall die Projektentwicklung weiter vorangetrieben, so dass in einem industriegeführten Folgeprojekt die Demonstrationsphase (bis TRL 7) erfolgreich abgeschlossen werden kann. In der Folge wird die Markteinführung von den Industriepartnern angegangen.
Webseite der Universität Patras zum Projekt: https://scoscoproject.github.io/
Projektpartner:innen:
- Calpak
- Heliokon
- Hilger GmbH
- Universität Patras
Science College Overbach
Schüler heizen ihre Schule - Die Passivhausschule - LOW-EX-Versorgung und Technik erfahren
Das Science College Overbach (SCO) wurde als Bildungszentrum für Wissenschaft, Kommunikation und Innovation vom Orden der Oblaten des Heiligen Franz von Sales in Jülich-Barmen im Jahr 2009 errichtet (1640 m2 HNF). Die Neubauten des SCO verfolgen unter energetischen Gesichtspunkten drei wesentliche Ziele: ein Energiekonzept bestehend aus hohem Wärmedämmstandard, innovativen Fassadenelementen und LOW-EX-Versorgungskonzept; der Schulkörper selbst dient als Lehrobjekt, das eine angenehme Lernathmosphäre bietet und effiziente Technik erfühlbar und erfahrbar macht; Innovative Komponenten wie Vakuumdämmung, elektrochrome Scheiben und Tageslichtsysteme kommen zum Einsatz.
In einer integralen Planungsphase (Bauherr, Planer, Betreiber, wiss. Begleitung) werden die wichtigsten Planungsentscheidungen getroffen. Während der Bauphase werden qualitätssichernde Maßnahmen durchgeführt. Die Monitoring-Phasen umfassen die Betriebsoptimierung und eine nachhaltige Einbettung in die Nutzung.
Eine anschauliche Übersicht über das Projekt findet sich hier: http://www.science-college.fh-aachen.de/.
Partner:innen:
- Orden der Oblaten des Heiligen Franz von Sales
- Ingenieurbüro für Umweltfragen
- HAHN HELTEN + ASSOZIIERTE
- Ingenieurbüro INCO GmbH