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Liebe Studierende,
wir begrüßen Sie im Modul Geschichte & Theorie der Architektur und wünschen Ihnen einen guten Start in das Wintersemester 2026/27!
Auch in diesem Semester wird die Vortragsreihe ArchitektINNENwelten weitergeführt.
Alle Termine und Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie unter "Lehre".
Kontakt
Prof. Dr.-Ing. Anke Fissabre
fissabrefh-aachen.de
Tel.: +49 241 6009 51204
Sprechzeiten nach Vereinbarung via E-Mail
Aktuelle Veranstaltungen und Ausstellungen
Ist „Nie wieder". eine Ermessensfrage?
Donnerstag, 12.11.2026, 18:00 Uhr
Parkhotel Quellenhof Aachen
Monheimsallee 52, 52062 Aachen
Die Villa Buth in Jülich-Kirchberg wurde 1893 als Wohnhaus für den Papierfabrikanten Carl Eichhorn errichtet. Während der nationalsozialistischen Herrschaft diente sie von März 1941 bis Juli 1942 als sogenanntes „jüdisches Sammellager". Über 100 jüdische Menschen aus der Region wurden dort interniert, bevor sie deportiert wurden.
Das Gebäude überstand den Zweiten Weltkrieg und wurde bis 2011 als Wohnhaus genutzt. Seine historische Bausubstanz ist bis heute weitgehend erhalten und steht unter Denkmalschutz.
Der Arbeitskreis Villa Buth setzt sich dafür ein, das Gebäude zu bewahren und am historischen Ort eine Gedenk- und Bildungsstätte zu schaffen. Doch der Eigentümer hat den Abriss beantragt. Der Abrissantrag liegt seit März dieses Jahres dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen zur Entscheidung vor.
Die Villa Buth ist ein in Nordrhein-Westfalen einzigartiger Erinnerungsort der regionalen Verfolgungsgeschichte. Ihre historische Bausubstanz macht die Geschichte der Shoah unmittelbar am Ort des Geschehens erfahrbar. Mit dem Abriss wäre dieses Zeugnis unwiederbringlich verloren.
Im Rahmen des Symposiums möchten wir die Geschichte und Bedeutung der Villa Buth beleuchten und gemeinsam diskutieren, welche Verantwortung Politik, Gesellschaft und Denkmalpflege für den Erhalt solcher Orte tragen.