Aktuelles und Termine

Sa 11.05.19, 10.00 Uhr Info-Tag in Düren

Termin Info-Veranstaltung

 

Mit dem MBA ins Management | Erfahren Sie alles über Ziele, Inhalte und Studienverlauf des berufsbegleitenden MBA-Studiengangs „Management und Entrepreneurship“ der FH Aachen. Prof. Dr. Manfred Schulte-Zurhausen steht Ihnen als Mitglied der wissenschaftlichen Leitung für alle Fragen rundum das MBA-Programm zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Termin: Samstag, 11. Mai 2019, 10.00 Uhr | Ort: Unsere Seminarräume in Düren, Markt 2 | Bitte melden Sie sich per E-Mail an: mba-info(at)fh-aachen.de


Neu im Modul Entrepreneurship: „Digitale Transformation produzierender Unternehmen“ mit Dr. Thomas Gartzen


Der Beratungsbedarf ist gewaltig: Monat für Monat besuchen zahlreiche Gäste aus der Industrie das
European 4.0 Transformation Center (E4TC) am RWTH Aachen Campus, um ihre Unternehmen fit zu machen für die Industrie 4.0.
Als Geschäftsführer verantwortet Dr. Thomas Gartzen die stetige Weiterentwicklung des Centers,
das als operative Einheit im Cluster „Smart Logistik“ fungiert. Gemeinsam mit Mitgliedern aus der Industrie beschäftigt sich das Center mit der Gestaltung von automatisierter Informationslogistik in Unternehmen.

Als Dozent des MBA-Studiengangs „Management und
Entrepreneurship“ bietet Dr. Thomas Gartzen, selbst Absolvent des MBA-Programms, bereits zum zweiten Mal die Lehrveranstaltung „Digitale Transformation produzierender Unternehmen“ an.

Herr Dr. Gartzen, was sollen die Studierenden aus Ihrer Veranstaltung mitnehmen?

Dr. Thomas Gartzen: Im Seminar geht es darum, die Studierenden dafür zu sensibilisieren, welche Weichenstellungen in einem produzierenden Unternehmen vorgenommen werden müssen, um für die digitale Transformation gut aufgestellt zu sein. Von daher ist die Veranstaltung im Modul „Entrepreneurship“ gut aufgehoben, denn Digitalisierung ist ein hoch strategisches Thema, das ein entsprechendes Commitment aus der Top-Management-Ebene voraussetzt. Für Nachwuchsführungskräfte ist es existenziell, dabei unterschiedliche Perspektiven kennengelernt zu haben, da die Digitalisierung ein erfolgskritisches Thema der nächsten Jahre sein wird.

An welche unterschiedlichen Perspektiven denken Sie dabei?

Dr. Thomas Gartzen: Man kann sich zunächst einmal – z.B. als klassischer Maschinen- und Anlagenbauer – Gedanken über seine Produkte machen. In der Regel sind diese bereits mit Software oder einer Sensorik ausgestattet. Es werden Daten produziert, während die Anlage bereits beim Kunden in Betrieb ist. Die Frage, die sich dabei immer stellt: Wie kann ich diese Daten nutzen, um das Produkt noch „digital zu veredeln“? Das heißt, wie kann ich auf Basis dieser Daten einen zusätzlichen Mehrwert für den Kunden generieren, indem ich zu dem Produkt noch datenbasierte Services und Apps anbiete. Dies ist die externe Perspektive: Wie ändert sich mein Leistungsangebot in Zukunft?
Die zweite ist die interne Perspektive: Wie arbeite ich zurzeit im Unternehmen? Wie ändern sich die Prozesse, so dass ich viel vernetzter produziere und auch auf andere Art mit meinen Kunden in Kontakt trete als ich dies bisher gemacht habe. Der dritte Aspekt geht einher mit der Frage nach neuen Geschäftsmodellen. Basierend auf einem vernetzten Produkt und vernetzten Prozessen kann ich darüber nachdenken, ob Ertrag auch noch ganz anders generiert werden kann, zum Beispiel über Pay-per-Use- oder Subscription-Modelle.

Sie kooperieren im E4TC in einem interdisziplinären Umfeld mit diversen Mitgliedsunternehmen und zeigen am Beispiel des Elektrofahrzeug-Herstellers e.GO Mobile AG auf, wie die am Campus entwickelte IT-Architektur des „Internet of Production“ umgesetzt werden kann. Was können die MBA-Studierenden von diesen Erfahrungen lernen?

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen lernen das „Internet of Production“ als eine Referenz-IT-Architektur kennen, die im Prinzip die Blaupause für die IT-Architektur des produzierenden Unternehmens der Zukunft darstellt. Anhand dieser Architektur kann man sowohl neue als auch bestehende IT-Landschaften systematisch strukturieren und damit den Wandel in einem Unternehmen aktiv gestalten. Das Wissen darum unterstützt die Studierenden als zukünftige Entscheidungsträger, wenn es gilt, die IT-Landschaft eines Unternehmens strategisch weiterzuentwickeln, um es zukunftsfähig aufzustellen.

Herr Dr. Gartzen, wir danken Ihnen für das Gespräch!


Neue Themen, neue Gesichter: Persönlichkeitsanalyse mit Dr. Christian Burk

Dr. Christian Burk


Dr. Christian Burk ist seit diesem Jahr Dozent der Lehrveranstaltung „Persönlichkeitsanalyse“ im MBA-Studiengang. Er forscht an der RWTH Aachen zu Fragestellungen der Eignungsdiagnostik, insbesondere in Assessment-Verfahren, und der berufsbezogenen Persönlichkeit. Darüber hinaus leitet er ein Längsschnittprojekt, in dem Promovierende und Promovierte der MINT-Fächer über einen längeren Zeitraum zu ihrer beruflichen Laufbahn befragt werden. Im Rahmen der Studie wird das Zusammenspiel von Persönlichkeitsfaktoren und Karrierebiographien erforscht. Ein dritter Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeit von Dr. Christian Burk sind Untersuchungen zu Mechanismen der Emotionsregulation, beispielsweise in schwierigen Gesprächssituationen, die anhand biologischer Befindlichkeitsmarker nachvollzogen werden.

Bereits seit 12 Jahren ist Dr. Christian Burk auch unternehmerisch als personalpsychologischer Berater (personalitas dr. burk, personalitas.de) tätig. Er konzipiert individuelle Persönlichkeitstests und Assessment Center für Unternehmen.

Welche Bedeutung hat das Thema Persönlichkeitsanalyse für angehende Manager und Managerinnen?

Dr. Christian Burk: Wer Personalverantwortung übernimmt, muss sich nicht nur mit der eigenen Persönlichkeit auseinandersetzen, sondern auch mit der Persönlichkeit anderer Menschen. In Situationen der Personalauswahl und der Personalentwicklung ist man damit in einer Position, in der man in einem recht beschränkten Beobachtungszeitraum allgemeingültige Aussagen über Personen treffen muss. Eine wichtige Grundlage, um Menschen individuell und situativ führen zu können, ist das Verständnis dafür, welche Bedürfnisse und Verhaltenstendenzen sie auszeichnen. Wodurch werden diese Personen motiviert? Wodurch belohnen sie sich während der Arbeit? Dies zu erkennen, ist eine entscheidende Voraussetzung, um Menschen führen zu können.
Für die Teilnehmer ist es auf dem Weg dahin natürlich sehr hilfreich, auch mehr über die eigene Persönlichkeit zu erfahren. Je mehr man darüber weiß, wie sich Bedürfnisse und Verhalten in einem selbst sortieren, desto besser gelingt es einem auch, dieses Wissen in der Einschätzung zukünftiger oder aktueller Mitarbeiter einfließen zu lassen.

Wie ist der Ablauf des Seminars „Persönlichkeitsanalyse“? Welche Tools haben die Studierenden kennengelernt?

Dr. Christian Burk: Der Einstieg in Persönlichkeitsanalyse erfordert die Erkenntnis, dass sie kein Laientool ist, das leichtfertig eingesetzt werden könnte. Einige methodische Grundlagen gehören schon dazu. Aus diesem Grunde beschäftigen wir uns in der Veranstaltung mit Testgütekriterien. Die Studierenden sollen grundsätzlich in der Lage sein, aus einer Toolbeschreibung Informationen zu dessen Qualität und Zuverlässigkeit abzuleiten. Ich möchte die Aufmerksamkeit dafür wecken, dass jede Analyse sehr verantwortungsvoll geschehen muss. Anhand konkreter Beispiele nehmen wir eine Sortierung zwischen bestimmten, z.T. auch sehr guten, Fragebogenverfahren bis hin zu fast kompletter Scharlatanerie, die jeder Beweisführung entbehren, vor. Ebenso will ich den Blick auch für aufwändigere Verfahren wie Assessment-Center öffnen, die Kandidaten direkt in die Handlung bringen. Und zwar in Bereichen, in denen man ihnen nicht zutrauen kann, dass sie umfassend eine Selbstaussage über sich abgeben.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben natürlich auch einen Persönlichkeitstest im Selbstversuch absolviert, nämlich das „BIP - Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung“. Dieser Test hat bereits eine längere Tradition und beruht auf einer großen Datenbasis. Das BIP bietet sehr gute Anknüpfungspunkte für berufsbezogene Interpretationen.

Herr Dr. Burk, wir danken Ihnen für das Gespräch!


Studienstart des Jahrgangs 2018-2020

 

"Herzlich willkommen in Düren!", hieß es am 31. August für die MBA-Studierenden. Neben dem stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Düren, Thomas Floßdorf, begrüßten die wissenschaftlichen Leiter des Studiengangs, die Professoren Johannes Gartzen, Constanze Chwallek und Manfred Schulte-Zurhausen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Jahrgangs 2018. Danach startete die Gruppe mit dem Seminar "Komplexitätsmanagement" und Dozentin Dr. Christiane Michulitz gleich durch.

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